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Freitag, 20. Mai 2016

Palmer Bleche steht auf sexistische Kackscheiße

Es gibt schlechte Werbung, es gibt an den Haaren herbeigezogene Wortspiele und es gibt Werbung, die mir einfach nur Schmerzen macht. Und es gibt LKW von Palmer Bleche:

 
Es gibt also auch Werbung, die nicht witzig ist, die nicht auf das Produkt einzahlt und ja, die GARNICHTS mit dem Produkt zu tun hat - außer der der String in der Arschritze des Models soll auf die Rinnen und Bänder anspielen und die allgemeine Fuckability der unnötig nackten Frau auf die mögliche Verwendung der Rohre bzw. Eisenstangen.

Beschwerden erwünscht.

Freitag, 11. Dezember 2015

Unseriöse UNICEF Weihnachts-Spendenaktion: 1 € für jedes Like, 2 € für jeden Share

Ein Jahr alt, aber mir erst jetzt unter die Tastaur gekommen. Und um es mit Gernot Hassknecht zu sagen: ICH REGE MICH AUF, ABER SOWAS VON!

Spenden an sich ist ja gut. Aber deshalb ist nicht jede Spendenaktion okay. Die Weihnachtsspendenaktion der UNICEF ist es nicht.



Das klingt ja erstmal toll: Likes und Shares werden scheinbar zu superniederschwelligen und für die Spender kostenlosen Spenden. Aber was steckt dahinter? Eine Familie hat UNICEF einen Haufen Geld gegeben. Die könnte UNCEF jetzt einfach für die gute Sache verwenden - und gut (!) ist. Aber nein, UNICEF instrumentalisiert das Geld für einen guten Zweck in Form einer Zweitverwertung, um die eigene Reichweite auf Social Media zu vergrößern.

Es ist nicht so, dass solange Geld gespendet wird, wie es Likes und Shares hagelt. Denn dann würden 500 Millionen Shares unglaubliche 1 Milliarde Euro Spenden ergeben. Aber weit gefehlt! Der entscheidende Satz ist: "Die Aktion läuft bis Weihnachten mit verschiedenen Fotos auf unserer Facebook-Seite – oder bis der Spendentopf ausgeschöpft ist".

Und das ist der Moment, an dem ich diese Aktion so richtig beschissen finde. 


Denn dort steht damit auch: Wenn ihr nicht genug Likes und Shares vergebt, behalten wir den Rest der Spende für uns und gehen davon Ledersessel und Playstations für unsere Büros kaufen. Da werden sie allerdings nicht tun. Hoffe ich jedenfalls. Denn das Geld wurde von der Familie für arme Kinder gespendet.

Aber was bedeutet das für die Facebook Nutzer, die das Bild in Treu und Glauben teilen und liken?


Nun, dass UNICEF seine Facebook Fans verarscht und instrumentalisiert hat. Denn scheißegal wie oft das Bild geliked oder geteilt wird, es wird doch sowieso das Geld gespendet, es WURDE ja schon gespendet (von der Familie).

So sehr ich die gute Sache auch unterstütze, liebes Social Media Team von UNCIEF: so nicht. Mit dieser Art des Marketing bedient ihr euch Nepper-, Schlepper-, Bauernfänger-Methoden. Das ist unseriös. Und wenn UNICEF seine Außenwahrnehmung so ohne Not von "denen kann man vertrauen" zu "die sind unseriös" wandelt, erreicht die Aktion genau das Gegenteil von dem, was vermutlich intendiert war.

Setzen, Sechs.

Montag, 30. November 2015

Nolympia - warum haben die Hamburger etwas gegen Olympia in ihrer Stadt?

Der erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) ist ein bisschen enttäuscht, dass ihm seine Bevölkerung die Gefolgschaft verweigert und seine Olympiabegeisterung nicht teilt. Und das ist eine noch vergleichsweise gemäßigte Äußerung aus dem Kreis der Enttäuschten. Dem Kreis djenigen, die Olympia als "Riesenchance" für den deutschen Sport, die Hansestadt und den Weltfrieden sahen.

Warum sagen die Hamburger "Nein" zu einem Event, das ihre Stadt noch internationaler, noch spektakulärer, noch infrastruktierter, noch berühmter gemacht hätte?

Hierzu gibt es Dutzende Antworten und ein paar davon treffen auf den ein oder anderen Nein-Sager zu. Zu teuer, ein zu großes Sicherheitsrisiko, noch mehr im Weg rumstehende Touristen in der Mönckebergstraße und noch mehr Stau. Oder auch - und das ist der wohl zentrale Punkt: Internationaler Spitzensport ist einfach nicht mehr das, was er mal war. Nur noch realitätsflüchtige Deppen und einige Sportfunktionäre glauben daran, dass der Spitzensport etwas mit Sport im ursprünglichen Sinn zu tun hat.

Mir fehlt ehrlich der Überblick über die Dopingskandale der letzten Zeit. Ich nehme die hin. Sie sind da und sie sind ärgerlich, aber mir persönlich tun sie nicht weh. Ich fahre ab und zu Fahrrad. Doch wie bei der Tour de France, die zu einer rasanten Leistungsschau internationaler Dopingkunst verkommen ist, wissen wir inzwischen, dass auch andere Sportler systematisch medikamentös ihre Gesundheit auf dem Altar der Hundertstelsekunden opfern.

Warum machen die Sportler das? Ich glaube ja: Weil sie es müssen, weil es politisch gewollt ist. Autoritäre Regime wie in Russland zwingen sie das zu tun. Weigern sie sich, fliegen sie aus den Spitzenkadern raus. In der ehemaligen DDR war es nicht anders. Aber was ist mit der "Achse des Guten"? Mit uns? "Wir müssten eigentlich nach der Tradition in beiden deutschen Staaten und nach unserer Wirtschaftskraft, mit der wir den Spitzensport fördern, mindestens ein Drittel mehr Medaillen bekommen, vielleicht mehr", sagte der für den Spitzensport zuständige CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ich finde, wir sind unter Niveau", sagte de Maizière, "und das sollte sich ändern.". Noch Fragen? Ich habe keine mehr.

Ein Mensch ist kein Computerprozessor, der mit jeder Generation leistungsstärker wird. Dennoch fallen immer wieder Bestmarken, werden Rekorde gebrochen. Mehr Beweis für die Transformation des Sports zu einem absurden Medikamentenwettlauf bedarf es eigentlich nicht.

Sport macht keinen Spaß mehr, wenn er professionell betrieben wird.

Aber das mag nicht für alle der Grund sein, ihrem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz die Gefolgschaft zu verweigern. Denn wäre der Sport noch eine volksnahe Veranstaltung mit Volksfest-Charakter, hätte so mancher Hamburger vielleicht seine Bedenken wegen Finanzierbarkeit oder Sicherheit hinten angestellt.

Und abgesehen davon: Ich halte es auch für hochgradig unanständig, viele Milliarden von Euro in ein internationale Leistungsschau des Dopings zu investieren, während ein großer Teil der Welt hungert und nicht zur Schule gehen kann.

Ich habe heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Beitrag gehört über ein 14-jähriges indisches Mädchen, das im Kohleberbau schuftet, weil ihre Familie sonst verhungert. Sie atmet giftigen Rauch und Staub, statt Schulklassengeruch. Würden man ihr nur 20-30 Euro im Monat geben, könnte sie zur Schule gehen.

Von einer Milliarde Euro könnten 4,1 Millionen Kinder ein Jahr lang in die Schule gehen, statt sich ihre Gesundheit zu ruinieren, bevor sie volljährig sind.

Die Olympiade in Hamburg hätte locker 12 Milliarden Euro gekostet. Eintrittspreise und Bratwürste nicht mitgerechnet. Mit so viel Geld könnten wir 50 Millionen Kindern ein Jahr Schulbildung spendieren. Aber das wird nicht passieren.

Menschen wie Olaf Scholz haben nur dann ihre Spendierhosen an, wenn sie das Geld in ihr Prestige investieren können. Elend verreckende Kinder in Entwicklungsländern sind ihnen kein Cent wert.

Und der Nächste der mir was von Wirtschaftsflüchtlingen und das Boot ist voll vorheult, bekommt auf die Fresse. Ohne Vorwarnung.



Montag, 10. August 2015

Ver.di kündigt neue Kita Streiks an. Was ist uns die Versorgung unserer Kinder wert?



Die Angestellten von Kindertagesstätten werden wieder streiken. Das ist ärgerlich für die vielen berufstätigen Eltern. Für manche der betroffenen Eltern ist das sogar existenzbedrohend, nämlich dann, wenn deren Arbeitgeber ihnen keine Möglichkeit geben, beispielsweise zeitweilig von zuhause aus zu arbeiten oder ihre Kinder mit zur Arbeit zu nehmen.

Der Grund für die erneute Streikankündigung von Ver.di ist der Schlichterspruch, dessen Inhalt die Gewerkschaftsmitglieder als zu kurz gesprungen ablehnen, denn dieser sieht Gehaltserhöhungen zwischen 2 und 4,5 Prozent vor – also einen besseren oder schlechteren Inflationsausgleich. Eine Lohnerhöhung verhält sich auch immer relativ zum Einkommen. Wer bei 9.000 Euro brutto 3 Prozent mehr bekommt, sieht auf seinem nächsten Gehaltszettel 270 Euro mehr. Nicht rasant viel, aber immerhin. Was aber verdienen Kita-Angestellte?

„Laut Lohnspiegel der Hans-Böckler-Stiftung verdienen Erzieherinnen im Durchschnitt brutto monatlich 2540 Euro in Westdeutschland und 2340 Euro in Ostdeutschland.“ (Quelle n-tv)

„Berufseinsteiger in Vollzeit beginnen laut Hocke nach vier bis fünf Jahren Ausbildung mit einem Verdienst von durchschnittlich 2069 Euro brutto.“ (Quelle Focus)

Bei 2500 brutto sind 2,5 Prozent mehr Gehalt 52,50 Euro mehr – brutto. Die also eher mickrigen 2,5-4 Prozent Gehaltserhöhung waren einigen Arbeitgebern schon zuviel, so dass sie drohten selbst die nicht zu zahlen.

Aber das sind nur Zahlenspiele. Was ich damit zeigen will: Erzieher/innen verdienen in der Regel weniger als 1500 Euro netto im Monat, wenn sie Vollzeit arbeiten, was viele von ihnen nicht mal können, weil sie selbst Kinder haben. Ein Chauvi denk sich dabei: Macht ja nichts, solang der Mann bei Bosch gutes Geld verdient, reicht das doch für ein paar Extras. Richtig ist aber: Eine alleinerziehende Erzieherin ist relativ am Arsch. Sie verhungert nicht mit ihrem Kind, aber die tägliche Mangelwirtschaft, insbesondere in großen Städten wie Hamburg und Stuttgart, wo die Kaltmiete pro Quadratmeter die 10 Euro-Marke längst geknackt hat, erinnert diesen Berufsstand daran, dass ihr Job offenbar nicht viel wert ist.

Das kann und darf nicht sein. Für unfassbar teure und unnötige Projekte wie die Elbphilharmonie (vermisst diesen unsäglichen Klotz jemand, wenn er weg wäre?), den neuen Berliner Flughafen (irgendwie funktioniert der Flugverkehr bislang ja auch ohne ihn) oder auch der neue, tiefergelegte Stuttgarter Bahnhof (hübsch, aber unnötig) sind Millionen und Milliarden da. Sie werden ja auch nicht aus den klammen kommunalen Töpfen finanziert. Aber warum wird das Geld so sinnlos investiert? Die Liste ließe sich mit dem Schwarzbuch des Bundesder Steuerzahler beliebig erweitern.

Unfassbar viele Milliarden gehen so flöten oder werden in Projekte investiert, die keine gesellschaftliche Rendite bringen. Aber jeder in unsere Kinder und deren Erziehung und Ausbildung investierte Euro bringt der Gesellschaft Mehrwert. Und besser betreute Kinder entlasten die berufstätigen und damit gesellschaftlich wertschöpfenden Eltern. 

In Rumänien war Erzieher/in zumindest früher ein Beruf für den man studieren musste. Auch wenn Erzieher/innen keine Grundlagen-Forschung für nachhaltige Energiegewinnung betreiben, so ist ihr Beruf dennoch anspruchsvoll – und wenn wir sie ihn gut machen lassen, werden vielleicht ein paar mehr ihrer Schützlinge geniale Erfinder. 


Freitag, 3. Juli 2015

Die Krise mit Griechenlands Schulden mal kurz erklärt

Griechenland hatte Schulden (bspw. in Form von Staatsanleihen) bei Banken. Diese Schulden haben unserer Politiker (nicht die griechischen) gegen Schulden bei öffentlichen Institutionen ausgetauscht. Das heißt, das mit einem Zahlungsausfall entstehende Risiko der Nicht-Rückzahlung trifft nun nicht mehr die Banken und Versicherungen, die Griechenland Geld geliehen haben, sondern Institutionen wie die EZB und den IWF, die letztendlich steuerfinanziert sind, also unter anderen von deinem und meinem Geld bezahlt werden.

Geht Griechenland nun pleite (und davon ist nicht erst seit dem Referendum irgendwie auszugehen), dann betrifft der Zahlungsausfall nicht mehr die Gläubiger-Banken und -Versicherungen, die ursprünglich leichtfertig Staatsanleihen gekauft haben, sondern mich. Das ist aber nicht das Problem, das Problem ist: Wie konnte es soweit kommen, wem habe ich erlaubt faule Kredite abzulösen und das enorme Ausfall-Risiko zu schultern? Weder Merkel, noch Schäuble haben wir (das Volk) das explizit erlaubt, warum auch? Gut ok, ein paar haben die Geldverschwender gewählt. Aber auch die hätten das nicht erlaubt. Warum Merkel und Co. das trotzdem tun? Weil sie von Lobbyisten der Banken und Versicherungen bearbeitet und sehr wahrscheinlich zumindest intellektuell korrumpiert werden. Denn sonst wäre es ja nicht zu erklären. Mit gesundem Menschenverstand hat das nichts zu tun.

Es bleibt also die Frage: Warum haben wir Schulden von privaten Gläubigern auf steuerfinanzierte Institutionen übertragen, obwohl für jeden Ökonomen klar war, dass diese Rechnung nur dann halbwegs aufgeht, wenn man Griechenland ausblutet?

Ein weiterer Punkt: Warum leiht man einem Staat Geld, der nicht in der Lage ist, seine Einnahmeseite zu sichern? Bei einem privaten Kredit (damit habe ich Erfahrung), sichern sich die Banken doppelt und dreifach ab, bevor sie Geld verleihen. Liegen Sie mit ihrer Einschätzung dann doch mal falsch, geht der Kredit flöten. Warum hat man dieses Prinzip nicht auf Griechenland angewendet?

Was macht man mit einem Staat, der pleite ist? Am einfachsten ist, er erklärt sich für zahlungsunfähig und bedient keinen Schuldendienst mehr. Kann er ja auch nicht, wenn er so überschuldet ist, dass eine Rückzahlung von Krediten utopisch ist. Dann haben die Banken und Anleger eben Pech gehabt. Aber das ist das Risiko, wenn man Geld leiht oder sich an spekulativen Finanzprodukten zu bereichern versucht, die auf solche Kredite wetten.

Der dann pleite gegangene Staat kann seine Verfassung gegebenenfalls ändern um die Einnahmeseite zukünftig auf ein solideres Fundament zu stellen. Einnahmen und Ausgaben müssen so abgestimmt werden, dass ersteres höher ist als zweiteres. Ohne die Rückzahlung von utopischen Krediten geht das dann auch in Griechenland vermutlich ganz gut.

Das geht aber in der Merkel-Schäuble-Seehofer-Gabriel-Logik nicht. Denn die waren zunächst dumm genug die Banken aus der Front der drohenden Pleite rauszunehmen und die Schulden ihren Völkern aufzubürden. Jetzt müssen sie natürlich schauen, dass die Kohle wieder reinkommt. Sonst heißt es ja: Hey, ihr Penner habt unser Geld fahrlässig veruntreut (an alle Juristen: Könnte man sie deswegen verklagen?). Aber die Rückzahlung aller griechischen Schulden ist ein Unterfangen, das schon allein aufgrund banaler Arithmetik zum Scheitern verurteilt ist.

Die alten griechischen Regierungen vor Syriza haben sich zur Sparkursen verpflichtet, die das Volk leiden ließen und die Krise weiter verschlimmerten. Griechenland war dabei totgespart zu werden. Damit will Syriza Schluss machen. Ich gehe auch davon aus, dass Tsipras und Varoufakis es bewusst darauf angelegt haben, dass es zu keiner Einigung kommt. Es kann ja gar nicht im Interesse einer Regierung sein, ihr eigenes Land zu Tode zu sparen.
 
Was bedeutet das und wo ist jetzt das Problem?
  • Zunächst würde eine Pleite Griechenlands bedeuten, dass es wohl aus dem Euro austritt. Aus Sicht der Griechen kann das nur gut sein, weil man mit einer eigenen Währung viel besser steuern kann, wie man Preisstabilität, Inflation und eventuelle Schulden am besten gegeneinander austariert. Und es ist Griechenland ja unbenommen später wieder den Euro einzuführen, wenn das Land meint, es passe dann in das Währungssystem
  • Option 1: Unsere Kredite sind futsch. Einige Milliarden Euro müssten abgeschrieben werden.
    Option 2:
    Die griechische Regierung erreicht einen Schuldenschnitt, der ihnen genug Luft zum Atmen lässt. Auch dann wären ein Teil unserer Kredite sind futsch. Einige (wenige) Milliarden Euro müssten abgeschrieben werden.
    Aber da bin ich ganz Kapitalist: Wer Geld verleiht, muss einen Zahlungsausfall einkalkulieren oder er ist zu dumm für diese Welt. Dumm nur, dass die Mehrheit der wählenden Deutschen solche Pfeifen gewählt hat, die diese Schulden erst einmal den Banken wegnehmen, um sie dann mit Steuergeldern abzuschreiben. Wer also darüber jammert, muss sich klar machen: Du selbst hast diese unfähige Regierung gewählt, oder warst politisch zu wenig engagiert um das zu verhindern.
  • Deutschland wird den Zahlungsausfall von ein paar Dutzend Milliarden Euro verkraften. Ist halt jetzt blöd mit dem ausgeglichenen Haushalt, den Schäuble sich zusammengespart hat und den jetzt eine aus seiner Sicht impertinente griechische Regierung in Frage stellt, weil sie ihr Land pleite erklärt. Aber Schäuble wiederum ist selbst schuld an dem Dilemma, denn ohne sein „Ja“ wäre die Umschuldung Griechenlands nicht möglich gewesen.
  • Die Gewinner sind eindeutig Banken, Versicherungen und sowieso schon stinkreiche Menschen, die ihr Geld zunächst dumm und leichtfertig in griechische Staatsanleihen angelegt hatten und deren Geld weitgehend umgeschuldet wurde auf den kleinen Steuerzahler.
  • Verlierer sind die durchschnittlichen Griechen. Die einfachen Menschen. Aber auch diese haben ihre Regierungen gewählt und müssen sich wie wir Deutschen wohl damit abfinden, dass die meisten Regierungen Reichen mehr geben und die Armen und Durchschnittsbürger das bezahlen lassen. Aber diesmal haben die Griechen eine radikale Linke gewählt. Nichts was ich mir für Deutschland wünsche, aber im Fall der Griechen war das goldrichtig. Denn wenn irgendjemand in Griechenland ein gerechtes und funktionierendes Steuersystem einführen kann, die Reeder endlich an den Kosten des Staatsführung beteiligen kann und das zweifellos vorhandene Geld gerechter verteilen kann, dann Syriza.  
  • Was lernen wir daraus: Wählt nur noch Politiker, die klar sagen was sie wollen und denen man glauben kann, dass sie Banken, Versicherungen, Fonds etc. nicht freikaufen werden, wenn einem Land oder einer Bank oder wem auch immer die Pleite droht. Außer dem gerade abdankenden Gregor Gysi fällt mir da aber spontan allerdings niemand ein (was dennoch keine Wahlempfehlung für diese linkspopulistische Partei ist). Die größte politische Enttäuschung ist nicht nur in diesem Punkt Sigmar Gabriel. Man merkt in so vielen seiner politischen Handlungen, dass er gegen seine eigenen früheren Überzeugungen agiert, dass man sich fragen muss: Ist er ein umgepolter Klon seiner selbst oder er wird von Interessen ferngesteuert, die nicht seine und schon gar keine sozialdemokratischen sind. 
Über Kommentare, Hinweise und andere Meinungen freue ich mich.


Und wer noch wissen will, warum mir nur Gregor Gysi einfällt, muss sich nur mal anhören, was er 1998 schon wusste und wie Recht er mit all dem hatte:



Update: Meine Idee, dass es sich inzwischen um den Tatbestand der Untreue handelt, scheint gar nicht so abwegig:

"[...] ELA [Nothilfen] darf aber nur solventen Banken gewährt werden. Die griechischen Banken sind aber solange nicht solvent, als der griechische Staat nicht solvent ist. Ihre Aktivseite besteht nämlich größtenteils aus Steuerforderungen gegenüber dem griechischen Staat und aus griechischen Staatsanleihen, also aus Forderungen gegen einen insolventen Schuldner. Die Insolvenz, nämlich die Zahlungsunfähigkeit des griechischen Staates, ist schon lange Fakt. Spätestens seit der griechische Staat eine fällige Kreditrate nicht an den IWF gezahlt hat, ist dies für jedermann, allen voran für Mario Draghi als Chef der europäischen Bankenaufsicht, offenkundig.

Es steht ganz außer Frage, dass jeder Vertreter einer normalen Geschäftsbank, der seinem dokumentiert insolventen Bankkunden neue, nicht zu 100 Prozent besicherte Mittel gewährt, eklatant gegen seine Pflicht verstößt, die Vermögensinteressen seiner Bank zu wahren. Im Klartext: Er beginge eine Untreue gegenüber seiner Bank."  
Quelle: Manager Magazin

Donnerstag, 26. Februar 2015

So verhöhnt man den ehrlichen Handwerker: Audi Service TV-Spot "Mechanics"

After Sales wird immer wichtiger. Also muss man als Autohersteller seine Wagen den Händen zwielichtiger Werkstätten entreißen. Diesen ölverschmierten, untalentierten und mit dubiosen Maulschlüsseln arbeitenden Typen, die unrasiert und geldgierig auf Autofahrer-Opfer lauern.


Um dieses Klischee mit Leben zu füllen hat Audi einen sechs- oder siebenstelligen Betrag ausgegeben und in dem Audi Service TV-Spot "Mechanics" von der Agentur Thjnk umsetzen lassen. Die Story: Ein Audi A5 fährt durch eine öde Landschaft und es wird der Service fällig.


Auf diesem Moment warten offenbar die ganzen dubiosen Autoschrauber der Welt. Sie heften sich an den Audi und verfolgen ihn. Offenbar mit der Absicht, den fälligen Service zu übernehmen. Es kommt zu tumultartigen Szenen, rücksichtslos und unbeholfen hetzen die ungepflegten Handwerker dem Audi hinterher.


Dieser wütende Mob, der ein bisschen an Zombie-Apokalypse erinnert, wächst zu einer bedrohlichen Masse an, die wie bescheuert dem Audi nachjagt. Dieser rettet sich dann in letzter Sekunde in ein Audi-Zentrum, das sich vor dem Mob der Autoschraubern verschließt und ihn abprallen lässt.


Die Message lässt an Deutlichkeit dann auch nichts vermissen: Ein Audi gehört nur zu einem Audi-Typ mit sauberen Händen, bei dem man den Eindruck hat, er kann einen Maulschlüssel nicht von einem Ringschlüssel unterscheiden.


Gute Kommunikation? Audi legt sich mit der Konkurrenz der kleinen, freien Werkstätten an. Dem kleinen Handwerker, der dem Audi-Zentrum Umsatz streitig macht. Der Große tritt den Kleinen, der sich wie ein lästiger Schmarotzer in die Wertschöpfungskette einklinkt. Das ist meiner Meinung weder witzig, noch klug. Das ist nur arrogant und diskriminierend.

Hier der Spot in voller Länge. Eure Meinung interessiert mich:


UPDATE: Auch Lidl hat sich mit seiner neuen Kampagne das Ziel gesetzt, ehrliche Handwerker anzugreifen (Link). Immerhin hat Lidl Gegenwind mit #lidllohntnicht. Wird Zeit, dass auch #audilohntnicht gestartet wird.

Freitag, 6. Februar 2015

Notarzt wird bestraft, weil er schnell zum Leben retten fuhr

Notarzt Dr. Alexander Hatz, ein Notarzt, ist mit Blaulicht und Martinhorn auf dem Weg zu einem Einsatz: Ein Kleindkind hat einen Kleber verschluckt und droht zu ersticken. Soweit so richtig, so gut. In aller Regel fahren Notärzte nur dann wirklich schnell und etwas robuster, wenn es wirklich, wirklich eilig ist.

Dutzende Male schon wäre ich fast ausgestiegen, um ignoranten Autofahrern auf den Hinterkopf zu hauen, die es einfach nicht blicken und beispielsweise eine Kreuzung nicht auch mal kreativ frei machen, wenn ein Notarzt durch muss.


Wenn ich schwer verletzt bin, dann will ich auch, das ein Notarzt auf die Tube drückt und schnell kommt, um mich zu retten. Und noch viel mehr wünsche ich mir, dass ein Notarzt richtig aufs Gas tritt, wenn mein Kind im Sterben liegt. Deshalb mache ich sofort Platz, wenn ein Blaulicht mit Martinshorn angerauscht kommt. Ich fahre langsam in eine Kreuzug vor, auf den Gehweg, an den Wegrand, signalisiere mit dem Blinker, dass ich ich verstanden habe und wohin ich ausweichen werde um Platz zu machen. Kurz: Ich bremse in der Regel oder mache so schnell wie möglich Platz. Alles andere wäre doch auch bescheuert von mir.
Wenn mir mal ein Notarzt im Einsatz gegen den Wagen bumsen sollte, würde ich sagen: "Ich hab ihr Nummernschild, fahren Sie weiter, ich melde mich". Denn er hat sicher einen guten Grund so zu fahren.

Und dann gibt's solche Vollpfosten, die sich durch ein Notarzt bedrängt fühlen. Weil er überholt, weil er routiniert, aber eben robust fährt, um Menschenleben zu retten. Und diese zeigen ihn dann an. Das sind in meinen Augen armseelige, dumme Menschen.Wenn jemand die kennt, möge er oder sie mir bitte den Kontakt vermitteln. Ich glaube mit wenigen Worten habe ich denen erklärt, was ihr fataler Denkfehler ist.

„Auch wenn man Sonderrechte in Anspruch nimmt, muss es verhältnismäßig sein“, wird der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Helmut Walter der Staatsanwaltschaft Ingolstadt zitiert. Ernsthaft? Verkehrsregeln wiegen schwerer als Menschenleben? Ich wünsche es Herrn Walter zwar nicht, aber er soll sich mal überlegen, wie er es fände, wenn seine Frau (ich nehme an er hat sowas) mit einen Herzinfarkt zusammenbricht und der Notarzt leider zu spät kommt, weil er nicht so schnell fahren wollte, um nicht von Herrn Walter angezeigt zu werden.

Ich kotze.

Also: Mitmachen bei einer Online Petition für Alexander Hatz.

Und ausnahmsweise mal ein Link zu RTL Explosiv mit dem Beitrag dazu.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Der Islam muss Kritik aushalten lernen

Ich möchte jedem diesen Spiegel Online Artikel ans Herz legen. Weil er die Frage stellt, die sich mir bei aller allgemeinen Toleranz bei gleichzeitiger Ablehnung von Pegida dennoch aufdrängt: Warum gehen die Muslime nicht gegen die Charlie Hebdo Attentäter und andere angeblich vom Islam inspirierte Gewalttaten auf die Straße?

Muslime und Toleranz: Wer Allah liebt, verteidigt keinen Mord

[...]
Ich frage: Wo sind die muslimischen Massenproteste gegen diese abscheulichen Mordaufrufe? Wo sind die kraftvollen Stimmen unserer Führungsfiguren? Figuren, die zwar - völlig zu Recht - immer lautstark protestieren, wenn die israelische Besatzungsmacht Rechte des palästinensischen Volkes missachtet. Von denen man aber nichts hört, wenn es um die Missachtung der Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit geht. Die ihre Stimme nicht erheben gegen Aufrufe zur Gewalt. Gewaltaufrufe, die angeblich inspiriert sind von dem Bedürfnis, den Islam zu verteidigen. Wo sind die Stimmen der islamischen Mehrheit? Warum schweigt sie jetzt noch immer?
[...]
Und, nicht zuletzt: Jeder, der diese kriminellen Taten ignoriert oder gar zu entschuldigen versucht, schlägt all jenen Europäern ins Gesicht, die tagtäglich viele Tausende von muslimischen Flüchtlingen tatkräftig unterstützen. Flüchtlinge, die gerade einer Welt entkommen sind, in der sie für ihren Glauben und ihre Hoffnungen an eine freie Gesellschaft bombardiert wurden (tatsächlich und intellektuell). Bombardiert und terrorisiert im Namen Allahs.

Es ist höchste Zeit für ein Zeichen aus der Mitte der islamischen Gemeinschaften, bevor unsere Agenda komplett von der extremen Rechten besetzt wird! Es ist höchste Zeit für Muslime, offen und lautstark für Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen, auch wenn sie sich dadurch persönlich attackiert fühlen.
[...]

Freitag, 28. November 2014

Ich liebe alte Porsche Werbeanzeigen

Ich weiß, es ist nicht sonderlich originell, da es andere vor mir auch schon gemacht haben. Aber ich habe gerade mal wieder alte Porsche Werbung durchgeschaut und sehe mich dazu gezwungen, euch ein paar davon zu zeigen, vielleicht kennt sie ja noch nicht jede/r. Denn: Es gab mal eine Zeit, da hat Porsche einfach großartige Werbung gemacht. Mit Eiern und Augenzwinkern:

Honestly now, did you spend your youth dreaming about someday owning a Nissan or a Mitsubishi?


Porsche separates Le Mans from Le Boys


Nobody's perfect

Kills bugs fast 

Seit über 100 Jahren machen Autos unabhängig. Eins macht abhängig. 


Mittwoch, 26. November 2014

An Angela Merkel, Barack Obama, Wladimir Putin und die anderen Egozentriker/innen


Liebe Machtpolitiker und wiederwahl-gierende Kandidaten: Wenn ihr so weiter macht, dann wird die Welt bald ein besserer Platz sein. Friedlich werden Tiere sich unserer urbanen Reste bemächtigen. Vögel nisten in verlassenen Wohnungen, Hunde kacken in Hausflure und die Vegetation wird die Kirmes-Plätze erst bewachsen, dann überwuchern und schließlich verschlucken.
Quelle: Postcards from Pripyat, Chernobyl

Eure Gewehre werden rosten, ihr werdet nicht mehr da sein. Eure Familien und ich werden alle nicht mehr existieren. Kein Handynetz, kein menschengemachter CO2-Ausstoß. Die Erde wird einige Zehntausend Jahre benötigen den nuklearen Fallout zu verdauen, aber dann wird sie den verbliebenen Tieren einen wundervollen Abenteuerspielplatz bieten.
Quelle: Postcards from Pripyat, Chernobyl
Sollten eines Tages Außerirdische bei uns landen, werden sie sich wundern zu welchem Planeten diese Zivilisation umgezogen ist. Auf die Idee, dass unsere "Zivilisation" dumm genug war sich selbst auszulöschen, kann eine intelligente Spezies ja eigentlich nicht kommen.

Dann ist egal wer von euch Politikern Recht hatte. Dann spielt es keine Rolle mehr, wer welcher Nation oder gar Rasse angehört. Dann seid ihr alle, sind wir alle tot. Ihr seid so dumm.


____________________________________________
Die Inspiration und Bilder für diesen Post habe ich von:

Postcards from Pripyat, Chernobyl von Danny Cooke
Chernobyl is one of the most interesting and dangerous places I've been. The nuclear disaster, which happened in 1986 (the year after I was born), had and effect on so many people, including my family when we lived in Italy. I can't imagine how terrifying it would have been for the hundreds of thousands of locals who evacuated. During my stay [...]
dannycooke.co.uk
Twitter: @dannycooke

Freitag, 21. November 2014

Nickel in den Schlitz Maschine (Spiegel Online)

Finde nur ich diese Kombination aus Bild und Überschrift geschmacklos und sexistisch - nur um einen flachen und billigen Gag zu landen? Oder bin ich so krank und quer im Kopf, dass nur ich das so empfinde und die AutorIN (!) nicht?

Kann es sein, dass ich als Mann inzwischen sensibilisierter bin auf den Sexismus des Alltags als so manche nicht hart feministisch tickende Frau?
Update: Der Spiegel hat die Überschrift geändert. Ich bin wohl doch nicht krank und quer. Glück gehabt, beide... Aber liebe Spiegler: "Jailhouse Rock im Sachsenklang" - ernsthaft?

Montag, 17. November 2014

Warum ich manchmal gerne Ausländer wäre


Über die Erfahrung nicht cool und beherrscht, sondern verkopft und verklemmt zu sein.

Ich war einmal vor vielen Jahren als Teenie in Jezera, einem gottverlassenen Kaff auf einer Insel in einer Gegend, die man früher Jugoslawien nannte. Besagtes Jezera ist eine Mischung aus Hafen, kleiner Marina und Fischer-Dorf. Als ich gerade dort war, feierten die Einwohner ein Fischerfest, oder jedenfalls etwas in der Art. Zwei Open-air Bands spielten dazu auf. Die eine plärrte Schlagerlärm und die andere hielt mit Volksmusik - oder dem was sie dafür hielten - aus ihren überlasteten Verstärkern dagegen.

Jezera ist einer dieser hinterletzten Orte, an die sich nur wenige Touristen verirren. 

Etwa acht Grills, auf denen jede Menge totes Tier brutzelte, verbreiteten beißenden Rauch, der nach Fisch, verbranntem Fett und Teer roch. Wohl fühlte ich mich in diesem Inferno nicht gerade. Nachdem ich mir mit etwas Gegrilltem den Magen verdorben hatte, lief ich zu einer abgelegenen Pinte oder besser: ausgebauten Imbissbude, die ich ein paar Tage zuvor entdeckt hatte. Dort dudelte, überraschend leise, Bruce Springsteen aus den Lautsprechern. Caipirinha gab es keinen und so legte ich mich mit einer Cola und meinen Zigaretten auf den Kai - so genoss ich den Sternenhimmel, meine Ruhe und ausnahmsweise sogar Bruce Springsteen. Keine 20 Minuten war ich allein, als die ersten einheimischen, hochgradig pubertierenden Jugendlichen eintrafen und für Action sorgten. Die Mädchen kreischten und die Jungs schossen Seenotsignale auf die Sterne.

Hier klicken für mehr Informationen zur Pyramide der Trunkenheit
Das Geschehen verlagerte sich zu einer der Bands, die inzwischen entartete Popmusik spielte. 

Die Nacht arbeitete sich ihrem Höhepunkt entgegen und Väter, Mütter und Kinder mit ihren Omas und Opas ließen mal richtig die Sau raus. Derart enthemmte Menschen, die wie wild umhertanzen, johlen, lachen und randalieren sind mir bis dato noch nie begegnet. Plötzlich packte mich eine unbändige Lust in das heillose Chaos zu stürzen und mich an dem Wahnsinn zu beteiligen.

Unmöglich. Innerlich blockiert. 

Meine Existenz ist wohl viel zu reflektiert oder weniger euphemistisch gesagt: dazu war ich einfach zu gehemmt. Ich konnte nicht mitmachen, so sehr ich auch wollte. Es war eine erstaunliche Erfahrung festzustellen, dass ich also nicht cool und beherrscht bin, wie ich bis dato zu meinen Gunsten angenommen hatte, sondern eher verkopft und verklemmt. Gut, das ist ein anderes Land gewesen und in einem anderen Land leben andere Menschen und andere Menschen haben eine andere Mentalität, aber warum habe ich dann ausgerechnet so eine?

Manchmal wäre ich lieber anders. Ausländer.

Als ich neulich bei Freunden war, entdeckte ich einen Globus in einer der Ecken des Wohnzimmers. Keine überraschende Erkenntnis: geographisch gesehen ist Deutschland, trotz Wiedervereinigung, auf dem Globus kaum zu entdecken. Beachte: In diesem Teil der Erde ist es suspekt wenn, frei nach Erich Kästner, auf der Straße ein fröhlich singender Mensch vorbeiläuft.

Donnerstag, 6. November 2014

Ganz große Filmzitate. Heute “Ferris macht blau"

Wer den Film "Ferris macht blau" nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Auch The Breakfast Club, ebenfalls von John Hughes, ist äußerst empfehlenswert. Als großer Fan von John Huges Filmen und insbesondere von Ferris macht blau, möchte ich heute - da wir alle vom Lokführerstreik genervt sind - hier nur eines der unzähligen Highlights aus dem Film empfehlen.

Eine Schulstunde in der ein resignierter Lehrer monologisiert:
“1930 hat das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus ein Gesetz verabschiedet zur Milderung der? Wer weiß es? Wer weiß es? Der großen Depression. Dieses Gesetz hieß? Wer weiß es? Wer weiß es? Das Zoll-Gesetz. Das Hawley-Smoot-Zollgesetz. Welches die Zölle senkte oder hob? Wer weiß es? Das die Zölle anhob mit der Absicht die Staatseinnahmen zu erhöhen. Hat das Gesetz funktioniert? Weiß das jemand? Weiß jemand von den Folgen? Es hat nicht funktioniert und die Vereinigten Staaten fielen noch tiefer in die Depression. Heute haben wir eine ähnliche Debatte über dieses Thema. Weiß jemand was das ist? Die Klasse? Irgend jemand? Weiß es jemand? Hat jemand das schonmal gesehen? Die Einnahmenkurve. Weiß jemand, was das bedeutet? Das bedeutet, dass man an diesem Punkt der Einnahmenkurve genau den selben Betrag an Staatseinnahmen bekommt wie an diesem Punkt. Das ist sehr umstritten. Weiß jemand, wie Vize-Präsident Bush das 1980 genannt hat? Weiß es jemand? Er bezeichnete sowas als Tralala-Wirtschaft, als Voodoo-Wirtschaft.”

Das Original ist natürlich noch besser als nur so ein Text auf Deutsch:



Dienstag, 4. November 2014

Mein neuer LinkedIn-Freund Ahmed Mensah

Mein neuer LinkedIn Kontakt Ahmed der Ghana-Connection hat mir sofort nach Kontaktbestätigung per Mail geschrieben:


Co-Operation

I write to request your co-operation in my desire to find a foreign partner who will assist me in the relocation and Transfer of some amount of money which i have made available for investment purpose abroad in other to secure the future of my children after retirement.

I will like you to assist in the following:

(1) Assist me in the receiving of this sum in your Country.
(2) Advise on areas for potential future investment in your country.
(3) Assist me in carrying a feasibility study before actual investment.

Please state terms and conditions for me and also laws biding for a foreigner to invest in your country,The entire plan of investment will be forwarded to you as soon as I receive your positive response

Kind Regards,
Ahmed Mensah

Ich hab ihm selbstverständlich sofort zurück geschrieben, erst auf Deutsch, aber dann fiel mir ein, dass sein Deutsch eventuell eingerostet ist, also habe ich Google Translate bemüht:


Ahmed ,
 
I was very pleased about your message because I rarely get so love mail. I get a whole little post . I 'm pretty much alone to be honest . This often makes me sad . All the better I think it is that you Ahmed write to me , even though we barely know each other. I would be glad if you write to me weiterhn , even if I do not understand you . I just like it , if I even get mail. This is also the reason why I have subscribed to so many newsletters . Otherwise scheibt me yes no .
 
Maybe you can help me to get to know a nice girl , too ? It must not be pretty , it 's enough if she has breasts and not dirty.
 
love Greetings

Er hat mir dann zurück gechrieben, ging aber ganz und gar nicht auf meine Probleme und Bedürfnisse ein. Ich habe das Gefühl, dass er gar nicht an einem ernsthaften Austausch interessiert ist:


Dear Mr. _____

Thank you for your email which I have read several times, I am quit convinced that your interest to work with me is not in doubt. This is a sign and guide for me that we will make good friendship while working together in partnership for this common goal-because your immeasurable experience in financial management will be required in reinvesting this fund for a proper utilization pending time for disbursement hence the need for your assistance.

 The legality of this transaction can never be overemphasized as this fund ($14,000,000.00) is an excess Return on investment/Capital Funds deposited which I want this fund to be Invested into a Real Estate Business or any other business you will suggest under your care as i have considered it a profitable venture I will be leaving everything regarding this project in your care as you will assure me of good ROI,it will be your duty to locate the best place in your country to kick start the project.

 So i will need your immeasurable assistance in the following:

 (1) Your assistance to represent me as the receiver of the fund in your account as this is only way this fund can be transfer out from here to your country on the condition that a certain percentage 30% will be given to you and you manage my own share under your supervision.

 (2) Once you are in custody of the fund and is confirmed in your account, then I am in support of any long term or short term investment program you will decide, investing  into a Real Estate Business  especially in your country is wonderful based on your expertise analysis, but it will be implemented only when the fund is securely transferred into your account.

 Please state terms and state of affairs for me and also laws biding for me to invest in your country because your country is one of the under invested area of our economy and with your expertise I know we will go far together. I will expect your timely response to this above opinions so that i will look into it for consideration as your expertise in this investment programs is highly needed.

 In anticipation of your favorable response, I thank you for your time and consideration.

Best Regards,
Ahmed


Dienstag, 21. Oktober 2014

Mit ner Hamburger Deern am Container Terminal

Heute mal etwas persönliches. Ich war am Wochenende mal wieder im wunderschönen Hamburg, unter anderem auf Fototour. Als wir nachts über die Autobahn shipperten, stach uns das Container Terminal im Nebel und voll beleuchtet in die Augen. Also sind wir kurzentschlossen abgefahren und haben uns einen Weg dorthin gesucht. Leider kamen wir trotz guten Zuredens und Charme nicht auf das eigentliche Gelände. Dennoch machten wir das Beste draus und so entstanden ein paar ganz gute Fotos, wie ich finde. Merke: Nicht nur die Alster und die Landungsbrücken sind Hamburg. Die Stadt strotzt nur so vor geilen Fotolocations.