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Mittwoch, 1. Juni 2016
Beatrix von Storch versteht Satire nicht
Ausgangspunkt der kruden Annahme von Frau von Storch ist diese Postillion-Meldung: Fußball-Nationalmannschaften werden durch gemeinsames EU-Team ersetzt. Wer den Postillion ernst nimmt, ist nicht ernst zu nehmen. Auch wenn BvS nun versucht so zu tun, als würde sich aus der proeuropäischen Haltung Angela Merkels zwangsläufig eine "EU-Nationalmannschaft" ergeben und sie bezöge sich damit nicht auf den Postillion-Artikel, ist diese "Erklärung" maximal geeignet Menschen mit in etwa ähnlicher Medieninkompetenz und etwa dem selben kognitiven Niveau zu adressieren.
Intelligent wie 10 Meter Feldweg. In Sachen Medienkompetenz schlägt jeder Zehnjährige die Storch. Wer solche Nulpen wählt, ist enweder selbst dumm oder am Untergang Deutschlands interessiert. Wer weiß, weswegen die einen See-Krieg anfangen würden? Wegen einer Titanic-Meldung?
Freitag, 22. April 2016
Björn - der Joseph - Höcke und die Logik
Das Internet ist voller Links. Was bedeutet das nach Björns "Logik"? Rechts ist Vergangenheit. Überkommen. Überholt. Gestrig.
Was dieser "Geschichtslehrer" dabei verschweigt: Die Bezeichnungen 'links' und 'rechts' stammen aus der Zeit des Paulskirchenparlaments. Dort saßen die konservative Kräfte rechts und die Arbeiterparteien links.
Das kommt dabei raus, wenn man sich selbst für pfiffig hält, es aber nicht ist. Das kennen Marketing-Fachleute auch nur zu gut: Schlechte Texte zu finden, ist wirklich kein Problem.
#kannmanwissen #AfD
Was dieser "Geschichtslehrer" dabei verschweigt: Die Bezeichnungen 'links' und 'rechts' stammen aus der Zeit des Paulskirchenparlaments. Dort saßen die konservative Kräfte rechts und die Arbeiterparteien links.
Das kommt dabei raus, wenn man sich selbst für pfiffig hält, es aber nicht ist. Das kennen Marketing-Fachleute auch nur zu gut: Schlechte Texte zu finden, ist wirklich kein Problem.
#kannmanwissen #AfD
Freitag, 1. April 2016
Donnerstag, 21. Januar 2016
Vorbild Österreich: Woran sich Nazis eben so orientieren
.@AndiScheuer Wenn uns Deutsche die Geschichte eines gelehrt hat, dann dass die Österreicher politisch immer die allergeilsten Ideen haben.
— Jan Böhmermann (@janboehm) 20. Januar 2016
*= Begründung der Umfirmierung in kurzen Stichworten: Art. 16 GG, Hilter, fehlende Kausalität
Dienstag, 12. Januar 2016
Samuel Schirmbeck in der FAZ über das muslimische Frauenbild
Samuel Schirmbeck schrieb einen in Teilen durchaus lesenswerten Artikel über den Umgang mit dem Islam (KLICK).Ein Auszug daraus:
Der Umgang mit Muslimen ist neurotisch
Es ist zu hoffen, dass die Kölner Ereignisse endlich dem Diskurs über „die Muslime“, die man nicht „beleidigen“ darf, ein Ende setzen, dass man hinter den „Muslimen“ – ein Begriff, den die Fundamentalisten zum Oberbegriff für alle Islam-Gläubigen gemacht haben, während man früher eher von Ägyptern, Algeriern, Marokkanern et cetera sprach – Menschen erkennt, die man behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte: als selbstverantwortlicher, lernfähiger, kritikoffener Erwachsener und nicht als Kleinkind, dem man sein Lieblingsspielzeug, in diesem Fall die Religion, nicht madig machen darf, weil es sonst aus Wut alles kurz und klein schlägt.
Samuel Schirmbeck politische Sicht ist sehr einfältig
Die Perspektive des Autors auf "die Linke" ist an Hohlheit und stereotyper Vereinfachung nicht zu überbieten. Schade, denn damit diskreditiert sich sein sonst durchaus diskussionswürdiger Text.
Samuel Schirmbeck eiert nur rum, weil er den wahren Konflikt nicht anspricht
Der Autor tut so, als sei das Christentum aufgeklärter und besser - und deshalb okay. Das ist es aber nicht. Jede Religion ist abzulehnen. Religion war und ist der Grund oder die Begründung für Greultaten. Eine aufgeklärte Kirche und Religion schafft sich selbst ab. Das ist ein logischer Prozess, denn wenn man nur ein wenig denken kann, kommt man zu dem Punkt: Es gibt keinen Gott, oder wenn doch, dann sind wir Menschen zu unbedeutend, als dass wir ihn für uns in Anspruch nehmen dürften.
Ich kenne - vereinzelt allerdings - Menschen, denen ich sehr viel Verstand zuspreche, die gläubig sind. Aber an exakt diesem Punkt sehe ich den Verstand nicht. Es ist eine eigenartige Mischung aus unbestreitbarer Klugheit einerseits und einem Mangel an Realitätssinn andererseits, die diese gemäßigte Religiosität begründet.
In patriarchalischen Strukturen (weite Teile der islamischen afrikanischen und arabische Welt sowie Vatikan, Südamerika und andere von der katholischen Kirche eroberte und infiltrierte Gebiete, aber auch große Teile Asiens wie Indien etc.) dient Religion nicht selten dazu, das ekelhafte, verabscheuenswerte und dummdreiste Verhalten von Männern und Machthabern zu legitimieren.
Egal wie ich es drehe und wende: Wer Gottes angebliche Gebote und Schriften befolgt, hat ein Defizit. Kognitiv oder moralisch oder in beidem.
Zumal Religion die größte Gotteslästerung ist. Wenn es einen Gott gäbe, der das Universum erschaffen hat, wie vermessen wäre es dann, wenn ich als Mensch - weniger wichtig als ein Eintagsfliegenfurz in den Milliarden Jahren des göttlichen Universums - mich so wichtig nehme, dass ich als Iman oder Priester oder sonst was behaupte zu wissen, was Gott will. Und wie dreist wäre es dann erst als Mensch diesen Gotteslästerern zu glauben? Statt dessen müsste ich selbst denken und meinen eigenen göttlichen Weg suchen.
Ich bestreite es nicht: Es kann Gott geben, ja.
Aber wenn es ihn gibt, dann sind wir zu klein, dumm und unwichtig, als dass wir ihn jemals begreifen könnten. Und die menschengemachte Kirche und deren menscheninterpretierte Religion sind nicht größer. Also: Wer diesen selbsternannten Gottesvertretern glaubt, tritt diesen Gott mit Füßen. Als ob er uns erschaffen hätte, damit wir die Erde zerstören, uns gegenseitig umbringen und Tiere quälen. Wenn es Gott gibt, dann sitzt er irgendwo, sieht uns und hasst uns. Und am meisten hasst er jede Kirche und Religion. Denn die sprechen in seinem Namen - ohne den Hauch einer Ahnung von ihm zu haben. Und weil diese "Gläubigen" Frauen verbrennen, Kreuzzüge führen, töten und die Religion benutzen, um eine hinterwäldlerische, unaufgeklärte, menschen- und naturverachtende Ideologie zu rechtfertigen.
So auch die CDU.
Der Umgang mit Muslimen ist neurotisch
Es ist zu hoffen, dass die Kölner Ereignisse endlich dem Diskurs über „die Muslime“, die man nicht „beleidigen“ darf, ein Ende setzen, dass man hinter den „Muslimen“ – ein Begriff, den die Fundamentalisten zum Oberbegriff für alle Islam-Gläubigen gemacht haben, während man früher eher von Ägyptern, Algeriern, Marokkanern et cetera sprach – Menschen erkennt, die man behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte: als selbstverantwortlicher, lernfähiger, kritikoffener Erwachsener und nicht als Kleinkind, dem man sein Lieblingsspielzeug, in diesem Fall die Religion, nicht madig machen darf, weil es sonst aus Wut alles kurz und klein schlägt.
Samuel Schirmbeck politische Sicht ist sehr einfältig
Die Perspektive des Autors auf "die Linke" ist an Hohlheit und stereotyper Vereinfachung nicht zu überbieten. Schade, denn damit diskreditiert sich sein sonst durchaus diskussionswürdiger Text.
Samuel Schirmbeck eiert nur rum, weil er den wahren Konflikt nicht anspricht
Der Autor tut so, als sei das Christentum aufgeklärter und besser - und deshalb okay. Das ist es aber nicht. Jede Religion ist abzulehnen. Religion war und ist der Grund oder die Begründung für Greultaten. Eine aufgeklärte Kirche und Religion schafft sich selbst ab. Das ist ein logischer Prozess, denn wenn man nur ein wenig denken kann, kommt man zu dem Punkt: Es gibt keinen Gott, oder wenn doch, dann sind wir Menschen zu unbedeutend, als dass wir ihn für uns in Anspruch nehmen dürften.
Ich kenne - vereinzelt allerdings - Menschen, denen ich sehr viel Verstand zuspreche, die gläubig sind. Aber an exakt diesem Punkt sehe ich den Verstand nicht. Es ist eine eigenartige Mischung aus unbestreitbarer Klugheit einerseits und einem Mangel an Realitätssinn andererseits, die diese gemäßigte Religiosität begründet.
In patriarchalischen Strukturen (weite Teile der islamischen afrikanischen und arabische Welt sowie Vatikan, Südamerika und andere von der katholischen Kirche eroberte und infiltrierte Gebiete, aber auch große Teile Asiens wie Indien etc.) dient Religion nicht selten dazu, das ekelhafte, verabscheuenswerte und dummdreiste Verhalten von Männern und Machthabern zu legitimieren.
Egal wie ich es drehe und wende: Wer Gottes angebliche Gebote und Schriften befolgt, hat ein Defizit. Kognitiv oder moralisch oder in beidem.
Zumal Religion die größte Gotteslästerung ist. Wenn es einen Gott gäbe, der das Universum erschaffen hat, wie vermessen wäre es dann, wenn ich als Mensch - weniger wichtig als ein Eintagsfliegenfurz in den Milliarden Jahren des göttlichen Universums - mich so wichtig nehme, dass ich als Iman oder Priester oder sonst was behaupte zu wissen, was Gott will. Und wie dreist wäre es dann erst als Mensch diesen Gotteslästerern zu glauben? Statt dessen müsste ich selbst denken und meinen eigenen göttlichen Weg suchen.
Ich bestreite es nicht: Es kann Gott geben, ja.
Aber wenn es ihn gibt, dann sind wir zu klein, dumm und unwichtig, als dass wir ihn jemals begreifen könnten. Und die menschengemachte Kirche und deren menscheninterpretierte Religion sind nicht größer. Also: Wer diesen selbsternannten Gottesvertretern glaubt, tritt diesen Gott mit Füßen. Als ob er uns erschaffen hätte, damit wir die Erde zerstören, uns gegenseitig umbringen und Tiere quälen. Wenn es Gott gibt, dann sitzt er irgendwo, sieht uns und hasst uns. Und am meisten hasst er jede Kirche und Religion. Denn die sprechen in seinem Namen - ohne den Hauch einer Ahnung von ihm zu haben. Und weil diese "Gläubigen" Frauen verbrennen, Kreuzzüge führen, töten und die Religion benutzen, um eine hinterwäldlerische, unaufgeklärte, menschen- und naturverachtende Ideologie zu rechtfertigen.
So auch die CDU.
Montag, 30. November 2015
Nolympia - warum haben die Hamburger etwas gegen Olympia in ihrer Stadt?
Der erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) ist ein bisschen enttäuscht, dass ihm seine Bevölkerung die Gefolgschaft verweigert und seine Olympiabegeisterung nicht teilt. Und das ist eine noch vergleichsweise gemäßigte Äußerung aus dem Kreis der Enttäuschten. Dem Kreis djenigen, die Olympia als "Riesenchance" für den deutschen Sport, die Hansestadt und den Weltfrieden sahen.
Warum sagen die Hamburger "Nein" zu einem Event, das ihre Stadt noch internationaler, noch spektakulärer, noch infrastruktierter, noch berühmter gemacht hätte?
Hierzu gibt es Dutzende Antworten und ein paar davon treffen auf den ein oder anderen Nein-Sager zu. Zu teuer, ein zu großes Sicherheitsrisiko, noch mehr im Weg rumstehende Touristen in der Mönckebergstraße und noch mehr Stau. Oder auch - und das ist der wohl zentrale Punkt: Internationaler Spitzensport ist einfach nicht mehr das, was er mal war. Nur noch realitätsflüchtige Deppen und einige Sportfunktionäre glauben daran, dass der Spitzensport etwas mit Sport im ursprünglichen Sinn zu tun hat.
Mir fehlt ehrlich der Überblick über die Dopingskandale der letzten Zeit. Ich nehme die hin. Sie sind da und sie sind ärgerlich, aber mir persönlich tun sie nicht weh. Ich fahre ab und zu Fahrrad. Doch wie bei der Tour de France, die zu einer rasanten Leistungsschau internationaler Dopingkunst verkommen ist, wissen wir inzwischen, dass auch andere Sportler systematisch medikamentös ihre Gesundheit auf dem Altar der Hundertstelsekunden opfern.
Warum machen die Sportler das? Ich glaube ja: Weil sie es müssen, weil es politisch gewollt ist. Autoritäre Regime wie in Russland zwingen sie das zu tun. Weigern sie sich, fliegen sie aus den Spitzenkadern raus. In der ehemaligen DDR war es nicht anders. Aber was ist mit der "Achse des Guten"? Mit uns? "Wir müssten eigentlich nach der Tradition in beiden deutschen Staaten und nach unserer Wirtschaftskraft, mit der wir den Spitzensport fördern, mindestens ein Drittel mehr Medaillen bekommen, vielleicht mehr", sagte der für den Spitzensport zuständige CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ich finde, wir sind unter Niveau", sagte de Maizière, "und das sollte sich ändern.". Noch Fragen? Ich habe keine mehr.
Ein Mensch ist kein Computerprozessor, der mit jeder Generation leistungsstärker wird. Dennoch fallen immer wieder Bestmarken, werden Rekorde gebrochen. Mehr Beweis für die Transformation des Sports zu einem absurden Medikamentenwettlauf bedarf es eigentlich nicht.
Sport macht keinen Spaß mehr, wenn er professionell betrieben wird.
Aber das mag nicht für alle der Grund sein, ihrem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz die Gefolgschaft zu verweigern. Denn wäre der Sport noch eine volksnahe Veranstaltung mit Volksfest-Charakter, hätte so mancher Hamburger vielleicht seine Bedenken wegen Finanzierbarkeit oder Sicherheit hinten angestellt.
Und abgesehen davon: Ich halte es auch für hochgradig unanständig, viele Milliarden von Euro in ein internationale Leistungsschau des Dopings zu investieren, während ein großer Teil der Welt hungert und nicht zur Schule gehen kann.
Ich habe heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Beitrag gehört über ein 14-jähriges indisches Mädchen, das im Kohleberbau schuftet, weil ihre Familie sonst verhungert. Sie atmet giftigen Rauch und Staub, statt Schulklassengeruch. Würden man ihr nur 20-30 Euro im Monat geben, könnte sie zur Schule gehen.
Von einer Milliarde Euro könnten 4,1 Millionen Kinder ein Jahr lang in die Schule gehen, statt sich ihre Gesundheit zu ruinieren, bevor sie volljährig sind.
Die Olympiade in Hamburg hätte locker 12 Milliarden Euro gekostet. Eintrittspreise und Bratwürste nicht mitgerechnet. Mit so viel Geld könnten wir 50 Millionen Kindern ein Jahr Schulbildung spendieren. Aber das wird nicht passieren.
Menschen wie Olaf Scholz haben nur dann ihre Spendierhosen an, wenn sie das Geld in ihr Prestige investieren können. Elend verreckende Kinder in Entwicklungsländern sind ihnen kein Cent wert.
Und der Nächste der mir was von Wirtschaftsflüchtlingen und das Boot ist voll vorheult, bekommt auf die Fresse. Ohne Vorwarnung.
Warum sagen die Hamburger "Nein" zu einem Event, das ihre Stadt noch internationaler, noch spektakulärer, noch infrastruktierter, noch berühmter gemacht hätte?
Hierzu gibt es Dutzende Antworten und ein paar davon treffen auf den ein oder anderen Nein-Sager zu. Zu teuer, ein zu großes Sicherheitsrisiko, noch mehr im Weg rumstehende Touristen in der Mönckebergstraße und noch mehr Stau. Oder auch - und das ist der wohl zentrale Punkt: Internationaler Spitzensport ist einfach nicht mehr das, was er mal war. Nur noch realitätsflüchtige Deppen und einige Sportfunktionäre glauben daran, dass der Spitzensport etwas mit Sport im ursprünglichen Sinn zu tun hat.
Mir fehlt ehrlich der Überblick über die Dopingskandale der letzten Zeit. Ich nehme die hin. Sie sind da und sie sind ärgerlich, aber mir persönlich tun sie nicht weh. Ich fahre ab und zu Fahrrad. Doch wie bei der Tour de France, die zu einer rasanten Leistungsschau internationaler Dopingkunst verkommen ist, wissen wir inzwischen, dass auch andere Sportler systematisch medikamentös ihre Gesundheit auf dem Altar der Hundertstelsekunden opfern.
Warum machen die Sportler das? Ich glaube ja: Weil sie es müssen, weil es politisch gewollt ist. Autoritäre Regime wie in Russland zwingen sie das zu tun. Weigern sie sich, fliegen sie aus den Spitzenkadern raus. In der ehemaligen DDR war es nicht anders. Aber was ist mit der "Achse des Guten"? Mit uns? "Wir müssten eigentlich nach der Tradition in beiden deutschen Staaten und nach unserer Wirtschaftskraft, mit der wir den Spitzensport fördern, mindestens ein Drittel mehr Medaillen bekommen, vielleicht mehr", sagte der für den Spitzensport zuständige CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ich finde, wir sind unter Niveau", sagte de Maizière, "und das sollte sich ändern.". Noch Fragen? Ich habe keine mehr.
Ein Mensch ist kein Computerprozessor, der mit jeder Generation leistungsstärker wird. Dennoch fallen immer wieder Bestmarken, werden Rekorde gebrochen. Mehr Beweis für die Transformation des Sports zu einem absurden Medikamentenwettlauf bedarf es eigentlich nicht.
Sport macht keinen Spaß mehr, wenn er professionell betrieben wird.
Aber das mag nicht für alle der Grund sein, ihrem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz die Gefolgschaft zu verweigern. Denn wäre der Sport noch eine volksnahe Veranstaltung mit Volksfest-Charakter, hätte so mancher Hamburger vielleicht seine Bedenken wegen Finanzierbarkeit oder Sicherheit hinten angestellt.
Und abgesehen davon: Ich halte es auch für hochgradig unanständig, viele Milliarden von Euro in ein internationale Leistungsschau des Dopings zu investieren, während ein großer Teil der Welt hungert und nicht zur Schule gehen kann.
Ich habe heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Beitrag gehört über ein 14-jähriges indisches Mädchen, das im Kohleberbau schuftet, weil ihre Familie sonst verhungert. Sie atmet giftigen Rauch und Staub, statt Schulklassengeruch. Würden man ihr nur 20-30 Euro im Monat geben, könnte sie zur Schule gehen.
Von einer Milliarde Euro könnten 4,1 Millionen Kinder ein Jahr lang in die Schule gehen, statt sich ihre Gesundheit zu ruinieren, bevor sie volljährig sind.
Die Olympiade in Hamburg hätte locker 12 Milliarden Euro gekostet. Eintrittspreise und Bratwürste nicht mitgerechnet. Mit so viel Geld könnten wir 50 Millionen Kindern ein Jahr Schulbildung spendieren. Aber das wird nicht passieren.
Menschen wie Olaf Scholz haben nur dann ihre Spendierhosen an, wenn sie das Geld in ihr Prestige investieren können. Elend verreckende Kinder in Entwicklungsländern sind ihnen kein Cent wert.
Und der Nächste der mir was von Wirtschaftsflüchtlingen und das Boot ist voll vorheult, bekommt auf die Fresse. Ohne Vorwarnung.
Mittwoch, 18. November 2015
Montag, 12. Oktober 2015
Zwei Dinge, die mich wundern #Flüchtlinge
Der Spiegel schreibt, dass knapp 44 Prozent der Deutschen schon entweder Sach- oder Geldspenden. Geldspenden tätigten 21 Prozent, der Rest der Spender gab Sachspenden (wie ich).
Das verwundert mich ehrlich. Das sind locker 30% mehr, als ich erwartet hätte. Denn ich gebe zu, auch wenn ich weiß, dass es einige gute Orgsanisationen gibt und ich nicht am Hungertuch nage, so spende ich doch sehr zielgerichtet und eng projektgebunden und das auch nicht so oft und viel, wie ich könnte, wenn ich meine Extrawürste etwas einschränken würde. Da ich aber sicher nicht im Verdacht stehe, ein Asylkritiker zu sein, dachte ich auch von anderen Mitmenschen, dass sie durchaus positiv gestimmt sind, aber den Geldbeutel eher zu lassen und auch sonst nichts einfach so hergeben wollen. Da habe ich mich geirrt - und das freut mich.
Der zweite Punkt ist der folgende Abschnitt im Artikel: "Das Ergebnis der Umfrage widerspricht der verbreiteten These, der Osten Deutschlands sei Flüchtlingen gegenüber allgemein skeptischer eingestellt als der Westen. Eher ist das Gegenteil der Fall: Der Anteil der Geldspender ist unter Ostdeutschen mit 23 Prozent höher als unter Westdeutschen (20 Prozent). Weil die statistische Fehlertoleranz drei Prozentpunkte beträgt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, dass Ostdeutsche häufiger für Flüchtlinge spenden als Westdeutsche - sie tun es aber auch nicht seltener."
Nicht dass ich den "Ostdeutschen" grundsätzlich etwas unterstellen würde. Aber ich gehe davon aus, dass das Geld im Westen insgesamt reichlicher vorhanden ist und die Arbeitslosenzahl im Osten auch höher ist. Umso mehr ist es beeindruckend, dass die Spendenbereitschaft im Osten so groß und womöglich größer ist, als im Westen. Hätte ich eine Vermutung abgeben sollen, hätte ich das nicht prognostiziert. Und auch hier habe ich mich wohl geirtt - aber es freut mich nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass die die antizipiert mehr geben können, das auch tun (was auch an meine Adresse geht).
Das verwundert mich ehrlich. Das sind locker 30% mehr, als ich erwartet hätte. Denn ich gebe zu, auch wenn ich weiß, dass es einige gute Orgsanisationen gibt und ich nicht am Hungertuch nage, so spende ich doch sehr zielgerichtet und eng projektgebunden und das auch nicht so oft und viel, wie ich könnte, wenn ich meine Extrawürste etwas einschränken würde. Da ich aber sicher nicht im Verdacht stehe, ein Asylkritiker zu sein, dachte ich auch von anderen Mitmenschen, dass sie durchaus positiv gestimmt sind, aber den Geldbeutel eher zu lassen und auch sonst nichts einfach so hergeben wollen. Da habe ich mich geirrt - und das freut mich.
Der zweite Punkt ist der folgende Abschnitt im Artikel: "Das Ergebnis der Umfrage widerspricht der verbreiteten These, der Osten Deutschlands sei Flüchtlingen gegenüber allgemein skeptischer eingestellt als der Westen. Eher ist das Gegenteil der Fall: Der Anteil der Geldspender ist unter Ostdeutschen mit 23 Prozent höher als unter Westdeutschen (20 Prozent). Weil die statistische Fehlertoleranz drei Prozentpunkte beträgt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, dass Ostdeutsche häufiger für Flüchtlinge spenden als Westdeutsche - sie tun es aber auch nicht seltener."
Nicht dass ich den "Ostdeutschen" grundsätzlich etwas unterstellen würde. Aber ich gehe davon aus, dass das Geld im Westen insgesamt reichlicher vorhanden ist und die Arbeitslosenzahl im Osten auch höher ist. Umso mehr ist es beeindruckend, dass die Spendenbereitschaft im Osten so groß und womöglich größer ist, als im Westen. Hätte ich eine Vermutung abgeben sollen, hätte ich das nicht prognostiziert. Und auch hier habe ich mich wohl geirtt - aber es freut mich nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass die die antizipiert mehr geben können, das auch tun (was auch an meine Adresse geht).
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Flüchtlinge! Asyl! Das Boot ist voll! Das Hirn ist leer!
Ich muss Stellung beziehen. Dass die wenigen Hirnfürze zu Pegida von mir nicht ausreichen, war klar. Aber irgendwie konnte ich das Thema „Flüchtlinge“ aka "mimimi" nicht so griffig, fokussiert und unterhaltsam auf den Punkt bringen, wie es mein Anspruch ist. Doch dann habe ich die Kolumne in der der ZEIT von Thomas Fischer gelesen und wusste: So klug, so pointiert und gleichzeitig so unterhaltsam, werde ich das nie schreiben können.
Ich ziehe meinen Hut vor Thomas Fischer, seines Zeichens ehemaliger Kraftfahrer und Paketzusteller, der inzwischen Bundesrichter in Karlsruhe ist. Er studierte Germanistik, Soziologie und Jura (Promotion zum Dr. iuris utriusque). Der Mann ist so klug, gebildet und dabei witzig, dass ich a) mit ihm unbedingt mal 14 Bier oder alternativ 15 Mineralwasser trinken möchte und b) dass ich weiß: so klug, gebildet und witzig wie er, werde ich wohl leider nie sein.
Seine exzellente und trotz ihrer Länge sehr leicht zu lesende Kolumne in der der ZEIT (1), empfehle ich einfach jedem. Am meisten aber all den „Besorgten Bürgern“ (2), die gerne sagen „ich hab ja nichts gegen…, aber“. Ich empfehle sie auch den unchristlichen Führern der CSU (die eigentlich NSU – Nationalistische, soziale Union) heißen müsste. Namentlich Kalif Horst Seehofer und Großwesir Markus – Isnogud – Söder.
Für alle Eiligen habe ich ein paar wesentliche Absätze von Thomas Fischers Kolumne unten zusammengefasst. Aber ich empfehle dennoch dringend, sie HIER im Original zu lesen.
#ThomasFischer #DieZeit #Flüchtlinge #Asyl #Zuwanderung #Pegida #HeinrichAugustWinkler #ChristophSchwennicke #ThomasKreuzer #CSU #DasBootistvoll #ichhabjanichtsgegenaber #Zeitabonnieren
Die "Grenze der Kapazität" ist in aller Munde. Sie ist aber, so scheint mir, bislang nur die Grenze, bei deren Überschreiten sich an unserem eigenen Leben etwas ändern könnte. Das hat mit "Kapazität" nichts zu tun und auch nichts mit "Möglichkeit", sondern mit der Definition von Selbst und Fremd, Innen und Außen.
[…]
Wir wissen seit langer Zeit, dass in jedem Jahr Tausende im Mittelmeer ertrinken. Wir haben ganz genau gewusst, dass der Krieg im Irak nicht dem Frieden diente, sondern der imperialistischen Sicherung von Öl. Wir haben gewusst, dass unser "Feldlager" in Kundus nicht die Überführung der afghanischen Frau in den deutschen Juristinnenbund zum Ziel hat. Wir "bekämpfen" Terror, Massenmord und Willkür, immer wo und wie es uns gefällt, und richten dem Rest der Welt aus, das Recht auf Leben und Würde gelte "nach Maßgabe der Möglichkeiten".
[…]
Seit es menschliche Gesellschaften gibt, "produzieren" sie Vorstellungen und Identitäten von Innen und Außen: von den Dazugehörigen und den Fremden. Die Fremden sind die Feinde. Die Merkmale, anhand derer diese Differenzierung getroffen wird, sind nicht zufällig, aber willkürlich; sie folgen keiner übergeordneten Rationalität.
[…]
Wenn morgen nördlich von München ein gewaltiger Vulkan heraufstiege und das Land verwüstete, und sich 13 Millionen Bayern mit Plastiktüten ohne BMWs auf den Weg machten, um aus Chaos und Hunger und Todesgefahr zu fliehen: Was täten wir? Was würde die Kanzlerin sagen und was der Oberbürgermeister von Pegidaland anordnen? Was geschähe mit den Herren und Damen, die die Errichtung von "Hotspots" und Grenzzäunen zwischen Bayern und Baden-Württemberg fordern? Will sagen: Da hätten wir ein schönes Beispiel zum Thema "Kapazität" und "Maßgabe der Möglichkeiten". Jetzt müssen wir nur noch klären, warum das bei Bayern so ist und bei Syrern anders.
Was wir aber auf gar keinen Fall klären müssen, liebe Herren Professoren und Chefredakteure, ist Folgendes: Was tun wir, wenn sieben Milliarden Menschen oder 150 Milliarden Marsbewohner oder 80 Millionen afrikanische Gnus zu uns kommen? Sie tun es nicht! Nicht heute, nicht morgen, nicht in 500 Jahren! Es ist ein erbärmlicher Trick, die Forderung nach schlechter Behandlung von einer Million Menschen damit zu rechtfertigen, dass es bei 50 Millionen "schwierig" würde.
[…]
"An der Grenze angelangt" soll Deutschland sein. Wenn das so wäre: Armes Deutschland! Das Problem ist die Definition dessen, was wir als "Grenze" und "Belastbarkeit" ansehen. Die Grenze wird offenbar da gezogen, wo unser eigenes Alltagsleben tangiert ist. Also: Flüchtlinge so lange, bis ich mich einschränken muss. Was für eine erbärmliche Definition des "Möglichen", was für eine peinliche Vision!
[…]
Wenn alle armen Menschen dieser Welt (so die Staatskanzlei Bayern) oder alle Kriegsflüchtlinge dieser Welt (so Prof. Winkler) gleichzeitig zu uns (gemeint: Deutschland in den Grenzen von 1990) kämen, könnte es eng werden.
Mein lieber Herr Professor! Das ist ja eine Zeitenwende der Erkenntnis! Darüber haben wir ja – außer 1975, 1983, 1992, 1998 und 2003 – praktisch noch nie nachgedacht! Lassen Sie uns überlegen: 360.000 Quadratkilometer für 82 Millionen angebliche Deutsche macht 4.300 m² pro deutschen Menschen (220 pro km²). Kämen nun, sagen wir mal 60 Millionen dazu (derzeit geschätzte Zahl der Kriegsflüchtlinge auf der Welt), blieben für jeden gerade einmal noch 2.600 m², die Dichte stiege auf 360 pro km² an. Das entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsdichte von Israel (370), Indien (370) oder Japan (340) und liegt zwischen den Niederlanden (400) und Belgien (350). In Bangladesch (1070) gilt das als gähnende Leere; auch in Südkorea (520) ist's ein bisschen enger. Trotzdem – und auch dies muss man einmal sagen dürfen: Die schaffen das.
[…]
Die "Belastbarkeit" Deutschlands (und zahlloser anderer Länder) ist um ein Vielfaches größer. "Wir" haben Hunderte von Milliarden Euro Staatsschulden aufgehäuft, um die Banken der Welt von Risiken freizustellen. Wir halten Länder an der Peripherie Europas seit vielen Jahren am Rande eines Chaos, das wir selbst keine drei Monate aushielten, damit wir Weltmeister weiterhin unsere subventionierten Produkte dorthin ausführen können und uns die Sirtaki-tanzenden faulen Griechen die Afrikaner vom Hals halten – notfalls halt ohne Menschenrechte. Wir exportieren die subventionierten Agrarprodukte aus der EU zu noch mal subventionierten Preisen nach Afrika: So lange, bis kein kenianischer Bauer mehr mithalten kann, auch wenn er bloß noch einen halben Dollar am Tag verdient.
Wir haben eine Billion Euro in die Integration von 17 Millionen Ost-Bürgern investiert, denen die ewigen Werte des Grundgesetzes bis heute ein wenig fremd geblieben sind und die sich mehrheitlich eine Mischung aus allumfassender Sozialfürsorge und totaler Freiheit von irgendeinem wünschen, der "da oben" dafür verantwortlich ist, dass das Heißwasser warm genug, das Bier billig und die Wohnung kostenlos ist. Helmut oder Angela oder Erich: scheißegal.
[…]
Das "Undenkbare" wird ja stets nur so genannt, weil es denkbar ist und gedacht werden soll. Sehr besorgt ist Herr Professor Winkler darüber, dass "es kippen" könnte. Er meint damit: Die Bevölkerung Deutschlands könnte sich gegen die Flüchtlinge wenden, wenn diese nicht aufhören, in dermaßen übertriebener Zahl hier anzukommen. Der Gedanke leuchtet ein: Wenn zum Beispiel im Jahr 1940 sechs Millionen europäische Juden nach Belgien geflohen wären, oder im Jahr 1945 etwa 600.000 Dresdner nach Leipzig: Ja da hätte doch mal einer sagen müssen: So nicht! Die Turnhalle ist voll, Volksgenossen! Wir können nicht das Elend der Welt aufnehmen in Plagwitz oder Brügge! Schon lassen sich erste Verunsicherungen unseres Arbeitsmarktes verspüren! Der Fisch wird knapp, und die Quarkkeulchen erst recht!
[…]
Denken wir einmal das Denkbare: Was könnte man mit Grausamkeit gewinnen? Weltkriegsteilnehmer, Sarrazinisten und Welthistoriker bevorzugen diese Variante. Oder jedenfalls das tabulose Nachdenken darüber. Grausamkeit bedeutet: 20 Meter hohe Mauern, 100 Meter breite Todesstreifen, rund um Europa. Napalm auf Flüchtlingstrecks; Bomben auf Boote; Scharfschützen an allen Küsten.
Selbst dann, so ist aus militärischen, nachrichtendienstlichen und welthistorischen Gründen zu vermuten, würde uns das Problem nach wenigen Jahrzehnten überfordern. Die Terroristen da draußen sind nicht blöd. Sie graben sich durch, sie vergiften unser Wasser oder häuten alle Robbenbabys live im Fernsehen, sodass unsere gepiercten deutschen Abiturientinnen magersüchtig werden vor Mitleid und heimlich ihren Twitter-Account herausgäben, über den Hacker etwas vollkommen unmenschlich Perverses gegen unsere abendländische Menschenwürde unternähmen. Zum Beispiel kleine deutsche Kinder mit verätzten Händen in einer stinkenden Brühe von Elektronikschrott herumkramen lassen oder sie für 8 Cent pro Stunde 16 Stunden am Tag in einer Leder-Gerberei in Dakar knechten.
Wir müssten uns im Inneren so verändern, dass unsere Zivilisation zusammenbräche, und hätten doch niemals Sicherheit angesichts der Dynamik der Entwicklung in der Welt, die ein wenig größer ist als Deutschland. Denn von den 150 Millionen km² der derzeitigen Landfläche des Planeten nimmt Deutschland ungefähr 0,25 Prozent ein.
Also: Die Wahl, die sich die Winklers und Seehofers und Schwennickes – aus ganz unterschiedlichen Motiven – zu erträumen behaupten, haben wir nicht. Wir müssen, auch wenn wir uns fürchten, die angeblichen "Tabus" anders bestimmen. Nicht bei der Formulierung von banalen Selbstverständlichkeiten und formalen Anforderungen, sondern beim Formulieren und Hinterfragen von existenziellen Gegebenheiten – Staat, Nation, Schicksal, Menschsein, Solidarität: Innen und Außen. Das Erbärmlichste, was uns Politiker zurzeit liefern – ob mit oder gegen ihre Überzeugung – ist die Reaktivierung von nationalistischen Dummheiten und einer Kultur der Abschottung, die angeblich dem "Interesse der Menschen" entspricht. Das wird verbrämt mit Phrasen von den "Sorgen der Bürger" und allerhand "Befürchtungen".
Ob "Wir schaffen das" ein programmatischer oder nur ein Verlegenheitssatz war, kann dahinstehen. Die Bedenkenträger der Parteien, die alles gern zurückdrehen möchten, haben weder gegen das eine noch gegen das andere eine Chance. Denn es steht fest, dass "wir das schaffen werden". Was sonst? Welch Frage an die Weltgeschichte, ob diese es wohl "schaffen" werde, was sich ereignet! Und der einzig rationale Kern: Die Frage, ob es eine bestimmte soziale Struktur, mit einer bestimmten "Kultur"-Vorstellung, es wohl "schaffen" werde, eine Veränderung der Gegebenheiten in der Welt zu verstehen und – wie auch immer verändert – zu überstehen, ist kaum weniger infantil. Was denn sonst? Wir haben die Überwältigung der Heiden durch den Glauben des Christentums "geschafft" und die 400-jährige Kultur der Osmanen in Europa. Wir haben die Ausrottung von fast 70 Prozent der europäischen Bevölkerung geschafft, zwei große und unzählige kleinere Kriege mit Hunderten von Millionen Erschlagenen. Wir haben es geschafft, halb Asien und ganz Afrika und Südamerika über Jahrhunderte im Elend zu halten, um uns deren Reichtümer anzueignen.
Da werden wir es doch wohl schaffen, ein paar Millionen Hungerleider in deutschen Turnhallen durchzufüttern, bis ihnen und uns etwas Besseres einfällt.
Herr Winterkorn und seine Spießgesellen – auch dies muss jetzt einmal gesagt werden dürfen – haben in den letzten zwei Wochen knapp 50 Milliarden Euro vernichtet. Davon kann der deutsche Pegidianer bei 2.000 Euro voraussetzungslosem Grundeinkommen 500.000 Jahre lang leben. Hiervon gibt er, kinder- und tierlieb wie er ist, gern etwas ab, und schon ist die Grenze der Möglichkeiten eine ganz andere.
Es wird schon irgendwas rauskommen. Hoffentlich nicht Herrn Söders Grenzbollwerk. Ganz gewiss nicht Artikel 16a Grundgesetz in der Fassung von Herrn Winkler: Asyl "nach Maßgabe der Möglichkeiten". Selten habe ich von einem so intelligenten Menschen einen so unintelligenten und absurden Vorschlag gehört. Es schwebt mir seither vor, auch das Bundesbesoldungsgesetz an die Weltläufe anzupassen: Jeder ordentliche Professor an einer deutschen Hochschule hat nach seiner Emeritierung Anspruch auf Altersversorgung nach Maßgabe der Möglichkeiten. Willkommen in Deutschland!
(1) = abonniert
(2) = Die Anführungszeichen sind semantische Absicht
Ich ziehe meinen Hut vor Thomas Fischer, seines Zeichens ehemaliger Kraftfahrer und Paketzusteller, der inzwischen Bundesrichter in Karlsruhe ist. Er studierte Germanistik, Soziologie und Jura (Promotion zum Dr. iuris utriusque). Der Mann ist so klug, gebildet und dabei witzig, dass ich a) mit ihm unbedingt mal 14 Bier oder alternativ 15 Mineralwasser trinken möchte und b) dass ich weiß: so klug, gebildet und witzig wie er, werde ich wohl leider nie sein.
Seine exzellente und trotz ihrer Länge sehr leicht zu lesende Kolumne in der der ZEIT (1), empfehle ich einfach jedem. Am meisten aber all den „Besorgten Bürgern“ (2), die gerne sagen „ich hab ja nichts gegen…, aber“. Ich empfehle sie auch den unchristlichen Führern der CSU (die eigentlich NSU – Nationalistische, soziale Union) heißen müsste. Namentlich Kalif Horst Seehofer und Großwesir Markus – Isnogud – Söder.
Für alle Eiligen habe ich ein paar wesentliche Absätze von Thomas Fischers Kolumne unten zusammengefasst. Aber ich empfehle dennoch dringend, sie HIER im Original zu lesen.
#ThomasFischer #DieZeit #Flüchtlinge #Asyl #Zuwanderung #Pegida #HeinrichAugustWinkler #ChristophSchwennicke #ThomasKreuzer #CSU #DasBootistvoll #ichhabjanichtsgegenaber #Zeitabonnieren
Schaffen wir das?
Eine Kolumne von Thomas Fischer
[Die Kurzfassung]
Die "Grenze der Kapazität" ist in aller Munde. Sie ist aber, so scheint mir, bislang nur die Grenze, bei deren Überschreiten sich an unserem eigenen Leben etwas ändern könnte. Das hat mit "Kapazität" nichts zu tun und auch nichts mit "Möglichkeit", sondern mit der Definition von Selbst und Fremd, Innen und Außen.
[…]
Wir wissen seit langer Zeit, dass in jedem Jahr Tausende im Mittelmeer ertrinken. Wir haben ganz genau gewusst, dass der Krieg im Irak nicht dem Frieden diente, sondern der imperialistischen Sicherung von Öl. Wir haben gewusst, dass unser "Feldlager" in Kundus nicht die Überführung der afghanischen Frau in den deutschen Juristinnenbund zum Ziel hat. Wir "bekämpfen" Terror, Massenmord und Willkür, immer wo und wie es uns gefällt, und richten dem Rest der Welt aus, das Recht auf Leben und Würde gelte "nach Maßgabe der Möglichkeiten".
[…]
Seit es menschliche Gesellschaften gibt, "produzieren" sie Vorstellungen und Identitäten von Innen und Außen: von den Dazugehörigen und den Fremden. Die Fremden sind die Feinde. Die Merkmale, anhand derer diese Differenzierung getroffen wird, sind nicht zufällig, aber willkürlich; sie folgen keiner übergeordneten Rationalität.
[…]
Wenn morgen nördlich von München ein gewaltiger Vulkan heraufstiege und das Land verwüstete, und sich 13 Millionen Bayern mit Plastiktüten ohne BMWs auf den Weg machten, um aus Chaos und Hunger und Todesgefahr zu fliehen: Was täten wir? Was würde die Kanzlerin sagen und was der Oberbürgermeister von Pegidaland anordnen? Was geschähe mit den Herren und Damen, die die Errichtung von "Hotspots" und Grenzzäunen zwischen Bayern und Baden-Württemberg fordern? Will sagen: Da hätten wir ein schönes Beispiel zum Thema "Kapazität" und "Maßgabe der Möglichkeiten". Jetzt müssen wir nur noch klären, warum das bei Bayern so ist und bei Syrern anders.
Was wir aber auf gar keinen Fall klären müssen, liebe Herren Professoren und Chefredakteure, ist Folgendes: Was tun wir, wenn sieben Milliarden Menschen oder 150 Milliarden Marsbewohner oder 80 Millionen afrikanische Gnus zu uns kommen? Sie tun es nicht! Nicht heute, nicht morgen, nicht in 500 Jahren! Es ist ein erbärmlicher Trick, die Forderung nach schlechter Behandlung von einer Million Menschen damit zu rechtfertigen, dass es bei 50 Millionen "schwierig" würde.
[…]
"An der Grenze angelangt" soll Deutschland sein. Wenn das so wäre: Armes Deutschland! Das Problem ist die Definition dessen, was wir als "Grenze" und "Belastbarkeit" ansehen. Die Grenze wird offenbar da gezogen, wo unser eigenes Alltagsleben tangiert ist. Also: Flüchtlinge so lange, bis ich mich einschränken muss. Was für eine erbärmliche Definition des "Möglichen", was für eine peinliche Vision!
[…]
Wenn alle armen Menschen dieser Welt (so die Staatskanzlei Bayern) oder alle Kriegsflüchtlinge dieser Welt (so Prof. Winkler) gleichzeitig zu uns (gemeint: Deutschland in den Grenzen von 1990) kämen, könnte es eng werden.
Mein lieber Herr Professor! Das ist ja eine Zeitenwende der Erkenntnis! Darüber haben wir ja – außer 1975, 1983, 1992, 1998 und 2003 – praktisch noch nie nachgedacht! Lassen Sie uns überlegen: 360.000 Quadratkilometer für 82 Millionen angebliche Deutsche macht 4.300 m² pro deutschen Menschen (220 pro km²). Kämen nun, sagen wir mal 60 Millionen dazu (derzeit geschätzte Zahl der Kriegsflüchtlinge auf der Welt), blieben für jeden gerade einmal noch 2.600 m², die Dichte stiege auf 360 pro km² an. Das entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsdichte von Israel (370), Indien (370) oder Japan (340) und liegt zwischen den Niederlanden (400) und Belgien (350). In Bangladesch (1070) gilt das als gähnende Leere; auch in Südkorea (520) ist's ein bisschen enger. Trotzdem – und auch dies muss man einmal sagen dürfen: Die schaffen das.
[…]
Die "Belastbarkeit" Deutschlands (und zahlloser anderer Länder) ist um ein Vielfaches größer. "Wir" haben Hunderte von Milliarden Euro Staatsschulden aufgehäuft, um die Banken der Welt von Risiken freizustellen. Wir halten Länder an der Peripherie Europas seit vielen Jahren am Rande eines Chaos, das wir selbst keine drei Monate aushielten, damit wir Weltmeister weiterhin unsere subventionierten Produkte dorthin ausführen können und uns die Sirtaki-tanzenden faulen Griechen die Afrikaner vom Hals halten – notfalls halt ohne Menschenrechte. Wir exportieren die subventionierten Agrarprodukte aus der EU zu noch mal subventionierten Preisen nach Afrika: So lange, bis kein kenianischer Bauer mehr mithalten kann, auch wenn er bloß noch einen halben Dollar am Tag verdient.
Wir haben eine Billion Euro in die Integration von 17 Millionen Ost-Bürgern investiert, denen die ewigen Werte des Grundgesetzes bis heute ein wenig fremd geblieben sind und die sich mehrheitlich eine Mischung aus allumfassender Sozialfürsorge und totaler Freiheit von irgendeinem wünschen, der "da oben" dafür verantwortlich ist, dass das Heißwasser warm genug, das Bier billig und die Wohnung kostenlos ist. Helmut oder Angela oder Erich: scheißegal.
[…]
Das "Undenkbare" wird ja stets nur so genannt, weil es denkbar ist und gedacht werden soll. Sehr besorgt ist Herr Professor Winkler darüber, dass "es kippen" könnte. Er meint damit: Die Bevölkerung Deutschlands könnte sich gegen die Flüchtlinge wenden, wenn diese nicht aufhören, in dermaßen übertriebener Zahl hier anzukommen. Der Gedanke leuchtet ein: Wenn zum Beispiel im Jahr 1940 sechs Millionen europäische Juden nach Belgien geflohen wären, oder im Jahr 1945 etwa 600.000 Dresdner nach Leipzig: Ja da hätte doch mal einer sagen müssen: So nicht! Die Turnhalle ist voll, Volksgenossen! Wir können nicht das Elend der Welt aufnehmen in Plagwitz oder Brügge! Schon lassen sich erste Verunsicherungen unseres Arbeitsmarktes verspüren! Der Fisch wird knapp, und die Quarkkeulchen erst recht!
[…]
Denken wir einmal das Denkbare: Was könnte man mit Grausamkeit gewinnen? Weltkriegsteilnehmer, Sarrazinisten und Welthistoriker bevorzugen diese Variante. Oder jedenfalls das tabulose Nachdenken darüber. Grausamkeit bedeutet: 20 Meter hohe Mauern, 100 Meter breite Todesstreifen, rund um Europa. Napalm auf Flüchtlingstrecks; Bomben auf Boote; Scharfschützen an allen Küsten.
Selbst dann, so ist aus militärischen, nachrichtendienstlichen und welthistorischen Gründen zu vermuten, würde uns das Problem nach wenigen Jahrzehnten überfordern. Die Terroristen da draußen sind nicht blöd. Sie graben sich durch, sie vergiften unser Wasser oder häuten alle Robbenbabys live im Fernsehen, sodass unsere gepiercten deutschen Abiturientinnen magersüchtig werden vor Mitleid und heimlich ihren Twitter-Account herausgäben, über den Hacker etwas vollkommen unmenschlich Perverses gegen unsere abendländische Menschenwürde unternähmen. Zum Beispiel kleine deutsche Kinder mit verätzten Händen in einer stinkenden Brühe von Elektronikschrott herumkramen lassen oder sie für 8 Cent pro Stunde 16 Stunden am Tag in einer Leder-Gerberei in Dakar knechten.
Wir müssten uns im Inneren so verändern, dass unsere Zivilisation zusammenbräche, und hätten doch niemals Sicherheit angesichts der Dynamik der Entwicklung in der Welt, die ein wenig größer ist als Deutschland. Denn von den 150 Millionen km² der derzeitigen Landfläche des Planeten nimmt Deutschland ungefähr 0,25 Prozent ein.
Also: Die Wahl, die sich die Winklers und Seehofers und Schwennickes – aus ganz unterschiedlichen Motiven – zu erträumen behaupten, haben wir nicht. Wir müssen, auch wenn wir uns fürchten, die angeblichen "Tabus" anders bestimmen. Nicht bei der Formulierung von banalen Selbstverständlichkeiten und formalen Anforderungen, sondern beim Formulieren und Hinterfragen von existenziellen Gegebenheiten – Staat, Nation, Schicksal, Menschsein, Solidarität: Innen und Außen. Das Erbärmlichste, was uns Politiker zurzeit liefern – ob mit oder gegen ihre Überzeugung – ist die Reaktivierung von nationalistischen Dummheiten und einer Kultur der Abschottung, die angeblich dem "Interesse der Menschen" entspricht. Das wird verbrämt mit Phrasen von den "Sorgen der Bürger" und allerhand "Befürchtungen".
Ob "Wir schaffen das" ein programmatischer oder nur ein Verlegenheitssatz war, kann dahinstehen. Die Bedenkenträger der Parteien, die alles gern zurückdrehen möchten, haben weder gegen das eine noch gegen das andere eine Chance. Denn es steht fest, dass "wir das schaffen werden". Was sonst? Welch Frage an die Weltgeschichte, ob diese es wohl "schaffen" werde, was sich ereignet! Und der einzig rationale Kern: Die Frage, ob es eine bestimmte soziale Struktur, mit einer bestimmten "Kultur"-Vorstellung, es wohl "schaffen" werde, eine Veränderung der Gegebenheiten in der Welt zu verstehen und – wie auch immer verändert – zu überstehen, ist kaum weniger infantil. Was denn sonst? Wir haben die Überwältigung der Heiden durch den Glauben des Christentums "geschafft" und die 400-jährige Kultur der Osmanen in Europa. Wir haben die Ausrottung von fast 70 Prozent der europäischen Bevölkerung geschafft, zwei große und unzählige kleinere Kriege mit Hunderten von Millionen Erschlagenen. Wir haben es geschafft, halb Asien und ganz Afrika und Südamerika über Jahrhunderte im Elend zu halten, um uns deren Reichtümer anzueignen.
Da werden wir es doch wohl schaffen, ein paar Millionen Hungerleider in deutschen Turnhallen durchzufüttern, bis ihnen und uns etwas Besseres einfällt.
Herr Winterkorn und seine Spießgesellen – auch dies muss jetzt einmal gesagt werden dürfen – haben in den letzten zwei Wochen knapp 50 Milliarden Euro vernichtet. Davon kann der deutsche Pegidianer bei 2.000 Euro voraussetzungslosem Grundeinkommen 500.000 Jahre lang leben. Hiervon gibt er, kinder- und tierlieb wie er ist, gern etwas ab, und schon ist die Grenze der Möglichkeiten eine ganz andere.
Es wird schon irgendwas rauskommen. Hoffentlich nicht Herrn Söders Grenzbollwerk. Ganz gewiss nicht Artikel 16a Grundgesetz in der Fassung von Herrn Winkler: Asyl "nach Maßgabe der Möglichkeiten". Selten habe ich von einem so intelligenten Menschen einen so unintelligenten und absurden Vorschlag gehört. Es schwebt mir seither vor, auch das Bundesbesoldungsgesetz an die Weltläufe anzupassen: Jeder ordentliche Professor an einer deutschen Hochschule hat nach seiner Emeritierung Anspruch auf Altersversorgung nach Maßgabe der Möglichkeiten. Willkommen in Deutschland!
(1) = abonniert
(2) = Die Anführungszeichen sind semantische Absicht
Montag, 5. Oktober 2015
Flüchtlinge nehmen uns alles weg!
Ausschnitt aus der Bürger-Pressekonferenz mit Gregor Gysi vom 30. August 2015
Mein Dank an den besten Rhetoriker, den wir je im Bundestag hatten.
(Komplette BPK)
Mein Dank an den besten Rhetoriker, den wir je im Bundestag hatten.
(Komplette BPK)
Montag, 10. August 2015
Ver.di kündigt neue Kita Streiks an. Was ist uns die Versorgung unserer Kinder wert?
Die Angestellten von Kindertagesstätten werden wieder
streiken. Das ist ärgerlich für die vielen berufstätigen Eltern. Für manche der
betroffenen Eltern ist das sogar existenzbedrohend, nämlich dann, wenn deren Arbeitgeber
ihnen keine Möglichkeit geben, beispielsweise zeitweilig von zuhause aus zu
arbeiten oder ihre Kinder mit zur Arbeit zu nehmen.
Der Grund für die erneute Streikankündigung von Ver.di ist
der Schlichterspruch, dessen Inhalt die Gewerkschaftsmitglieder als zu kurz gesprungen
ablehnen, denn dieser sieht Gehaltserhöhungen zwischen 2 und 4,5 Prozent vor –
also einen besseren oder schlechteren Inflationsausgleich. Eine Lohnerhöhung
verhält sich auch immer relativ zum Einkommen. Wer bei 9.000 Euro brutto 3
Prozent mehr bekommt, sieht auf seinem nächsten Gehaltszettel 270 Euro mehr. Nicht
rasant viel, aber immerhin. Was aber verdienen Kita-Angestellte?
„Laut Lohnspiegel der Hans-Böckler-Stiftung verdienen
Erzieherinnen im Durchschnitt brutto monatlich 2540 Euro in Westdeutschland und
2340 Euro in Ostdeutschland.“ (Quelle n-tv)
„Berufseinsteiger in Vollzeit beginnen laut Hocke nach vier bis fünf Jahren Ausbildung mit einem Verdienst von durchschnittlich 2069 Euro brutto.“ (Quelle Focus)
Bei 2500 brutto sind 2,5 Prozent mehr Gehalt 52,50 Euro mehr – brutto. Die also eher mickrigen 2,5-4 Prozent Gehaltserhöhung waren einigen Arbeitgebern schon zuviel, so dass sie drohten selbst die nicht zu zahlen.
Aber das sind nur Zahlenspiele. Was ich damit zeigen will:
Erzieher/innen verdienen in der Regel weniger als 1500 Euro netto im Monat,
wenn sie Vollzeit arbeiten, was viele von ihnen nicht mal können, weil sie selbst
Kinder haben. Ein Chauvi denk sich dabei: Macht ja nichts, solang der Mann bei Bosch
gutes Geld verdient, reicht das doch für ein paar Extras. Richtig ist aber: Eine
alleinerziehende Erzieherin ist relativ am Arsch. Sie verhungert nicht mit
ihrem Kind, aber die tägliche Mangelwirtschaft, insbesondere in großen Städten
wie Hamburg und Stuttgart, wo die Kaltmiete pro Quadratmeter die 10 Euro-Marke
längst geknackt hat, erinnert diesen Berufsstand daran, dass ihr Job offenbar nicht
viel wert ist.
Das kann und darf nicht sein. Für unfassbar teure und
unnötige Projekte wie die Elbphilharmonie (vermisst diesen unsäglichen Klotz jemand,
wenn er weg wäre?), den neuen Berliner Flughafen (irgendwie funktioniert der
Flugverkehr bislang ja auch ohne ihn) oder auch der neue, tiefergelegte Stuttgarter
Bahnhof (hübsch, aber unnötig) sind Millionen und Milliarden da. Sie werden ja
auch nicht aus den klammen kommunalen Töpfen finanziert. Aber warum wird das
Geld so sinnlos investiert? Die Liste ließe sich mit dem Schwarzbuch des Bundesder Steuerzahler beliebig erweitern.
Unfassbar viele Milliarden gehen so flöten oder werden in
Projekte investiert, die keine gesellschaftliche Rendite bringen. Aber jeder in
unsere Kinder und deren Erziehung und Ausbildung investierte Euro bringt der
Gesellschaft Mehrwert. Und besser betreute Kinder entlasten die berufstätigen
und damit gesellschaftlich wertschöpfenden Eltern.
In Rumänien war Erzieher/in zumindest früher ein Beruf für
den man studieren musste. Auch wenn Erzieher/innen keine Grundlagen-Forschung für
nachhaltige Energiegewinnung betreiben, so ist ihr Beruf dennoch anspruchsvoll –
und wenn wir sie ihn gut machen lassen, werden vielleicht ein paar mehr ihrer
Schützlinge geniale Erfinder.
Freitag, 3. Juli 2015
Die Krise mit Griechenlands Schulden mal kurz erklärt
Griechenland hatte Schulden (bspw. in Form von Staatsanleihen) bei Banken. Diese Schulden haben
unserer Politiker (nicht die griechischen) gegen Schulden bei öffentlichen
Institutionen ausgetauscht. Das heißt, das mit einem Zahlungsausfall
entstehende Risiko der Nicht-Rückzahlung trifft nun nicht mehr die Banken und Versicherungen,
die Griechenland Geld geliehen haben, sondern Institutionen wie die EZB und den
IWF, die letztendlich steuerfinanziert sind, also unter anderen von deinem und meinem
Geld bezahlt werden.
Und wer noch wissen will, warum mir nur Gregor Gysi einfällt, muss sich nur mal anhören, was er 1998 schon wusste und wie Recht er mit all dem hatte:
Update: Meine Idee, dass es sich inzwischen um den Tatbestand der Untreue handelt, scheint gar nicht so abwegig:
"[...] ELA [Nothilfen] darf aber nur solventen Banken gewährt werden. Die griechischen Banken sind aber solange nicht solvent, als der griechische Staat nicht solvent ist. Ihre Aktivseite besteht nämlich größtenteils aus Steuerforderungen gegenüber dem griechischen Staat und aus griechischen Staatsanleihen, also aus Forderungen gegen einen insolventen Schuldner. Die Insolvenz, nämlich die Zahlungsunfähigkeit des griechischen Staates, ist schon lange Fakt. Spätestens seit der griechische Staat eine fällige Kreditrate nicht an den IWF gezahlt hat, ist dies für jedermann, allen voran für Mario Draghi als Chef der europäischen Bankenaufsicht, offenkundig.
Es steht ganz außer Frage, dass jeder Vertreter einer normalen Geschäftsbank, der seinem dokumentiert insolventen Bankkunden neue, nicht zu 100 Prozent besicherte Mittel gewährt, eklatant gegen seine Pflicht verstößt, die Vermögensinteressen seiner Bank zu wahren. Im Klartext: Er beginge eine Untreue gegenüber seiner Bank."
Quelle: Manager Magazin
Geht Griechenland nun pleite (und davon ist nicht erst seit dem Referendum irgendwie auszugehen),
dann betrifft der Zahlungsausfall nicht mehr die Gläubiger-Banken und -Versicherungen,
die ursprünglich leichtfertig Staatsanleihen gekauft haben, sondern mich. Das ist aber nicht das Problem, das Problem
ist: Wie konnte es soweit kommen, wem habe ich erlaubt faule Kredite abzulösen
und das enorme Ausfall-Risiko zu schultern? Weder Merkel, noch Schäuble haben
wir (das Volk) das explizit erlaubt, warum auch? Gut ok, ein paar haben die
Geldverschwender gewählt. Aber auch die hätten das nicht
erlaubt. Warum Merkel und Co. das trotzdem tun? Weil sie von Lobbyisten der
Banken und Versicherungen bearbeitet und sehr wahrscheinlich zumindest intellektuell
korrumpiert werden. Denn sonst wäre es ja nicht zu erklären. Mit gesundem
Menschenverstand hat das nichts zu tun.
Es bleibt also die Frage: Warum haben wir Schulden von
privaten Gläubigern auf steuerfinanzierte Institutionen übertragen, obwohl für
jeden Ökonomen klar war, dass diese Rechnung nur dann halbwegs aufgeht, wenn man Griechenland
ausblutet?
Ein weiterer Punkt: Warum leiht man einem Staat Geld, der
nicht in der Lage ist, seine Einnahmeseite zu sichern? Bei einem privaten
Kredit (damit habe ich Erfahrung), sichern sich die Banken doppelt und dreifach
ab, bevor sie Geld verleihen. Liegen Sie mit ihrer Einschätzung dann doch mal falsch,
geht der Kredit flöten. Warum hat man dieses Prinzip nicht auf Griechenland
angewendet?
Was macht man mit einem Staat, der pleite ist? Am
einfachsten ist, er erklärt sich für zahlungsunfähig und bedient keinen
Schuldendienst mehr. Kann er ja auch nicht, wenn er so überschuldet ist, dass
eine Rückzahlung von Krediten utopisch ist. Dann haben die Banken und Anleger
eben Pech gehabt. Aber das ist das Risiko, wenn man Geld leiht oder sich an
spekulativen Finanzprodukten zu bereichern versucht, die auf solche Kredite
wetten.
Der dann pleite gegangene Staat kann seine Verfassung
gegebenenfalls ändern um die Einnahmeseite zukünftig auf ein solideres
Fundament zu stellen. Einnahmen und Ausgaben müssen so abgestimmt werden, dass
ersteres höher ist als zweiteres. Ohne die Rückzahlung von utopischen Krediten
geht das dann auch in Griechenland vermutlich ganz gut.
Das geht aber in der Merkel-Schäuble-Seehofer-Gabriel-Logik
nicht. Denn die waren zunächst dumm genug die Banken aus der Front der
drohenden Pleite rauszunehmen und die Schulden ihren Völkern aufzubürden. Jetzt
müssen sie natürlich schauen, dass die Kohle wieder reinkommt. Sonst heißt es
ja: Hey, ihr Penner habt unser Geld fahrlässig veruntreut (an alle Juristen:
Könnte man sie deswegen verklagen?). Aber die Rückzahlung aller griechischen
Schulden ist ein Unterfangen, das schon allein aufgrund banaler Arithmetik zum
Scheitern verurteilt ist.
Die alten griechischen Regierungen vor Syriza haben sich zur
Sparkursen verpflichtet, die das Volk leiden ließen und die Krise weiter
verschlimmerten. Griechenland war dabei totgespart zu werden. Damit will Syriza
Schluss machen. Ich gehe auch davon aus, dass Tsipras und Varoufakis es bewusst
darauf angelegt haben, dass es zu keiner Einigung kommt. Es kann ja gar nicht
im Interesse einer Regierung sein, ihr eigenes Land zu Tode zu sparen.
Was bedeutet das und wo ist jetzt das Problem?
- Zunächst würde eine Pleite Griechenlands bedeuten, dass es wohl aus dem Euro austritt. Aus Sicht der Griechen kann das nur gut sein, weil man mit einer eigenen Währung viel besser steuern kann, wie man Preisstabilität, Inflation und eventuelle Schulden am besten gegeneinander austariert. Und es ist Griechenland ja unbenommen später wieder den Euro einzuführen, wenn das Land meint, es passe dann in das Währungssystem
- Option 1: Unsere Kredite sind futsch. Einige Milliarden
Euro müssten abgeschrieben werden.
Option 2: Die griechische Regierung erreicht einen Schuldenschnitt, der ihnen genug Luft zum Atmen lässt. Auch dann wären ein Teil unserer Kredite sind futsch. Einige (wenige) Milliarden Euro müssten abgeschrieben werden.
Aber da bin ich ganz Kapitalist: Wer Geld verleiht, muss einen Zahlungsausfall einkalkulieren oder er ist zu dumm für diese Welt. Dumm nur, dass die Mehrheit der wählenden Deutschen solche Pfeifen gewählt hat, die diese Schulden erst einmal den Banken wegnehmen, um sie dann mit Steuergeldern abzuschreiben. Wer also darüber jammert, muss sich klar machen: Du selbst hast diese unfähige Regierung gewählt, oder warst politisch zu wenig engagiert um das zu verhindern. - Deutschland wird den Zahlungsausfall von ein paar Dutzend Milliarden Euro verkraften. Ist halt jetzt blöd mit dem ausgeglichenen Haushalt, den Schäuble sich zusammengespart hat und den jetzt eine aus seiner Sicht impertinente griechische Regierung in Frage stellt, weil sie ihr Land pleite erklärt. Aber Schäuble wiederum ist selbst schuld an dem Dilemma, denn ohne sein „Ja“ wäre die Umschuldung Griechenlands nicht möglich gewesen.
- Die Gewinner sind eindeutig Banken, Versicherungen und sowieso schon stinkreiche Menschen, die ihr Geld zunächst dumm und leichtfertig in griechische Staatsanleihen angelegt hatten und deren Geld weitgehend umgeschuldet wurde auf den kleinen Steuerzahler.
- Verlierer sind die durchschnittlichen Griechen. Die einfachen Menschen. Aber auch diese haben ihre Regierungen gewählt und müssen sich wie wir Deutschen wohl damit abfinden, dass die meisten Regierungen Reichen mehr geben und die Armen und Durchschnittsbürger das bezahlen lassen. Aber diesmal haben die Griechen eine radikale Linke gewählt. Nichts was ich mir für Deutschland wünsche, aber im Fall der Griechen war das goldrichtig. Denn wenn irgendjemand in Griechenland ein gerechtes und funktionierendes Steuersystem einführen kann, die Reeder endlich an den Kosten des Staatsführung beteiligen kann und das zweifellos vorhandene Geld gerechter verteilen kann, dann Syriza.
- Was lernen wir daraus: Wählt nur noch Politiker, die klar sagen was sie wollen und denen man glauben kann, dass sie Banken, Versicherungen, Fonds etc. nicht freikaufen werden, wenn einem Land oder einer Bank oder wem auch immer die Pleite droht. Außer dem gerade abdankenden Gregor Gysi fällt mir da aber spontan allerdings niemand ein (was dennoch keine Wahlempfehlung für diese linkspopulistische Partei ist). Die größte politische Enttäuschung ist nicht nur in diesem Punkt Sigmar Gabriel. Man merkt in so vielen seiner politischen Handlungen, dass er gegen seine eigenen früheren Überzeugungen agiert, dass man sich fragen muss: Ist er ein umgepolter Klon seiner selbst oder er wird von Interessen ferngesteuert, die nicht seine und schon gar keine sozialdemokratischen sind.
Und wer noch wissen will, warum mir nur Gregor Gysi einfällt, muss sich nur mal anhören, was er 1998 schon wusste und wie Recht er mit all dem hatte:
Update: Meine Idee, dass es sich inzwischen um den Tatbestand der Untreue handelt, scheint gar nicht so abwegig:
"[...] ELA [Nothilfen] darf aber nur solventen Banken gewährt werden. Die griechischen Banken sind aber solange nicht solvent, als der griechische Staat nicht solvent ist. Ihre Aktivseite besteht nämlich größtenteils aus Steuerforderungen gegenüber dem griechischen Staat und aus griechischen Staatsanleihen, also aus Forderungen gegen einen insolventen Schuldner. Die Insolvenz, nämlich die Zahlungsunfähigkeit des griechischen Staates, ist schon lange Fakt. Spätestens seit der griechische Staat eine fällige Kreditrate nicht an den IWF gezahlt hat, ist dies für jedermann, allen voran für Mario Draghi als Chef der europäischen Bankenaufsicht, offenkundig.
Es steht ganz außer Frage, dass jeder Vertreter einer normalen Geschäftsbank, der seinem dokumentiert insolventen Bankkunden neue, nicht zu 100 Prozent besicherte Mittel gewährt, eklatant gegen seine Pflicht verstößt, die Vermögensinteressen seiner Bank zu wahren. Im Klartext: Er beginge eine Untreue gegenüber seiner Bank."
Quelle: Manager Magazin
Mittwoch, 8. April 2015
#penispics for #freedomofspeech
Edward Snowden: Teilt Penis-Bilder für die Redefreiheit!
Und weil es so schön ist, hier die Hashtags dazu: #penispics #dickpic #freedomofspeeech #snowden
Und weil es so schön ist, hier die Hashtags dazu: #penispics #dickpic #freedomofspeeech #snowden
Donnerstag, 2. April 2015
Deutsche Dichter und Denker: Arthur Schopenhauer über Nationalstolz
Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.
Parerga und Paralipomena, Aphorismen zur Lebensweisheit, Von dem was einer vorstellt. pp. 360
Quelle
Parerga und Paralipomena, Aphorismen zur Lebensweisheit, Von dem was einer vorstellt. pp. 360
Quelle
Freitag, 27. März 2015
Germanwings Flug 4U9525: Alles was gesagt werden muss
Kaum passiert was, schießen die Verschwörungstheorien ins Kraut. Ein einziger Kommentar auf Facebook fasst das alles so zusammen, dasss ich mir keine Mühe mehr machen muss, das zu schreiben. Danke Khalid Aguilar.
![]() |
| Quelle: https://www.facebook.com/Killuminati.for.Wakeup?fref=ts |
Donnerstag, 19. März 2015
Das Stinkefinger-Video von Yanis Varoufakis ist gefälscht
Alle Welt spekuliert seit der Günter Jauch Sendung, ob der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis Deutschland tatsächlich den Stinkefinger gezeigt hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er es nicht getan hat und der Beweis ist auch gar nicht schwer zu erbringen:
Ich habe bislang kein Video auf YT gefunden, dass Yanis Varoufakis MIT Stinkefinger zeigt, das anno 2013 hochgeladen wurde. Denn das wäre dann (fast) der Beweis, dass er es gemacht hat.
Der Hintergrund: Die URL eines YT Videos wird beim Upload vergeben und wenn man den Videoinhalt austauschen will, muss man das alte Video löschen und neu hochladen. Es ist in absoluten Ausnahmefällen möglich und nur in enger Absprache mit einem sehr gutwilligen und einflußreichen YouTube-Mitarbeiter, ein Video auf einer bestehenden URL auszutauschen. Das macht YouTube praktisch nie. Aber das ist in diesem Fall ja nicht einmal passiert, so viel Aufwand hat man für die Fälschung gar nicht betrieben.
Das bedeutet: Jedes Video das Yanis Varoufakis zeigt und nicht wesentlich älter ist als die Sendung, ist sehr wahrscheinlich gefälscht. Selbst die Videos des Subersive Festivals (!) von ihm sind von 2015 (https://youtu.be/MEUWxNifJJ8?t=40m25s). Das ist absolut ungewöhnlich, da die Videos ja von 2013 sein müssten. Das legt nahe, dass die entweder vorher nicht online waren, oder das unverfängliche Original gelöscht wurde und die Fälschung für Jan Böhmermann und Neo Magazin Royale hochgeladen wurde. Das würde mich auch nicht wundern, denn der Name der Konferenz legt nahe, dass man für solche Ideen offen sein könnte.
Das angebliche "Beweisvideo" wurde am 12.02.2015 (!) hochgeladen:
#varoufake #jauchgate
Nachtrag: Abgesehen davon war es journalistisch absolut fahrlässig, das Video so aus dem Kontext zu reißen. Aber das ist ein anderes Thema. Ich wollte nur mal eben helfen klar zu machen, dass es eine Fälschung ist.
Montag, 26. Januar 2015
Die PEGIDA hatte Recht. Wir hatten Unrecht.
Ein namentlich nicht näher identifizierbarer Yetiş, Mitglied der Deutsch-Türkischen Akademiker, hat sich die Fakten der Einwanderung noch einmal - nach der ersten inneren Abwehrreaktion - angeschaut und kommt nun auch zu dem Schluss, dass seine unreflektierte Haltung, es gebe keine Islamisierung in Deutschland, haltlos ist.
Er schreibt: "Ich entschuldige mich bei allen islamophoben Rassisten, überassimilierten Haustürken und chronischen Schoßkanacken. Die PEGIDA hatte Recht. Wir hatten Unrecht. Die Bundesregierung hat den Migrationsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Der Bericht gibt die genauen Zahlen der Einwanderer und die Herkunftsländer an. Da wir ein akademisches Forum sind und wissenschaftliche und statistische Auswertungen ernst nehmen müssen, sah ich mich gezwungen meine Position nochmal zu überdenken."
In der Folge zählt er fein säuberlich auf, wie der Islam Deutschland überschwemmt. Und er nennt Ross und Reiter ohne Rücksicht auf all die Gutmenschen, die so tun als wäre alles in Ordnung. Hier seine Top-5-Länder, die verantwortlich für die Islamschwemme in Deutschland sind:
Er schreibt: "Ich entschuldige mich bei allen islamophoben Rassisten, überassimilierten Haustürken und chronischen Schoßkanacken. Die PEGIDA hatte Recht. Wir hatten Unrecht. Die Bundesregierung hat den Migrationsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Der Bericht gibt die genauen Zahlen der Einwanderer und die Herkunftsländer an. Da wir ein akademisches Forum sind und wissenschaftliche und statistische Auswertungen ernst nehmen müssen, sah ich mich gezwungen meine Position nochmal zu überdenken."
In der Folge zählt er fein säuberlich auf, wie der Islam Deutschland überschwemmt. Und er nennt Ross und Reiter ohne Rücksicht auf all die Gutmenschen, die so tun als wäre alles in Ordnung. Hier seine Top-5-Länder, die verantwortlich für die Islamschwemme in Deutschland sind:
- Die Islamische Republik Polen
- Das Kalifat Rumänien
- Die Vereinigten Emirate von Bulgarien
- Das Sultanat von Italien
- Saudi-Spanien
Freitag, 23. Januar 2015
Warum waren so wenig Potester bei der Legida Demo?
Anonymous Live vor Ort: Das System wankt gewaltig. In Leipzig geht nichts mehr! ++++ Polizei erwartet bis zu 100.000 Demonstranten die sich auf insgesamt 20 Kundgebungen verteilen. [...] (Quelle). Doch inzwischen haben auch der Spiegel und Co. erkannt, dass es statt 100.000 nur rund 4000 waren. Also 4% der erwarteten Teilnehmerzahl. Aber warum?
Wir haben die exklusive Erklärung: Einige (ca. 23.000) hatten Schnupfen und haben unentschuldigt gefehlt. Auch die, die sich nochmal belesen haben (7) sind dann aufgrund besserer Sachkenntnis fern geblieben. Entschuldigt gefehlt haben Kevin Honk (Verstauchung), Schantalle Dumbrot (Nachhilfe), Janine Jaein (akute Unentschlossenheit). Knapp 73.000 andere waren auf dem Weg nach Dresden und haben zu spät ihren Fehler bemerkt.
P.S.: Etwaige Tippfehler in der Überschrift sind Absicht.
Wir haben die exklusive Erklärung: Einige (ca. 23.000) hatten Schnupfen und haben unentschuldigt gefehlt. Auch die, die sich nochmal belesen haben (7) sind dann aufgrund besserer Sachkenntnis fern geblieben. Entschuldigt gefehlt haben Kevin Honk (Verstauchung), Schantalle Dumbrot (Nachhilfe), Janine Jaein (akute Unentschlossenheit). Knapp 73.000 andere waren auf dem Weg nach Dresden und haben zu spät ihren Fehler bemerkt.
P.S.: Etwaige Tippfehler in der Überschrift sind Absicht.
![]() |
| Das Anonymous Kollektiv, das so tut als hätte es was mit der echten Anonymous Bewegung gemeinsam (damit aber grundfalsch liegt), am 21. Januar. |
Donnerstag, 22. Januar 2015
Der Islam muss Kritik aushalten lernen
Ich möchte jedem diesen Spiegel Online Artikel ans Herz legen. Weil er die Frage stellt, die sich mir bei aller allgemeinen Toleranz bei gleichzeitiger Ablehnung von Pegida dennoch aufdrängt: Warum gehen die Muslime nicht gegen die Charlie Hebdo Attentäter und andere angeblich vom Islam inspirierte Gewalttaten auf die Straße?
Ich frage: Wo sind die muslimischen Massenproteste gegen diese abscheulichen Mordaufrufe? Wo sind die kraftvollen Stimmen unserer Führungsfiguren? Figuren, die zwar - völlig zu Recht - immer lautstark protestieren, wenn die israelische Besatzungsmacht Rechte des palästinensischen Volkes missachtet. Von denen man aber nichts hört, wenn es um die Missachtung der Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit geht. Die ihre Stimme nicht erheben gegen Aufrufe zur Gewalt. Gewaltaufrufe, die angeblich inspiriert sind von dem Bedürfnis, den Islam zu verteidigen. Wo sind die Stimmen der islamischen Mehrheit? Warum schweigt sie jetzt noch immer?
[...]
Und, nicht zuletzt: Jeder, der diese kriminellen Taten ignoriert oder gar zu entschuldigen versucht, schlägt all jenen Europäern ins Gesicht, die tagtäglich viele Tausende von muslimischen Flüchtlingen tatkräftig unterstützen. Flüchtlinge, die gerade einer Welt entkommen sind, in der sie für ihren Glauben und ihre Hoffnungen an eine freie Gesellschaft bombardiert wurden (tatsächlich und intellektuell). Bombardiert und terrorisiert im Namen Allahs.
Es ist höchste Zeit für ein Zeichen aus der Mitte der islamischen Gemeinschaften, bevor unsere Agenda komplett von der extremen Rechten besetzt wird! Es ist höchste Zeit für Muslime, offen und lautstark für Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen, auch wenn sie sich dadurch persönlich attackiert fühlen.
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Muslime und Toleranz: Wer Allah liebt, verteidigt keinen Mord
[...]Ich frage: Wo sind die muslimischen Massenproteste gegen diese abscheulichen Mordaufrufe? Wo sind die kraftvollen Stimmen unserer Führungsfiguren? Figuren, die zwar - völlig zu Recht - immer lautstark protestieren, wenn die israelische Besatzungsmacht Rechte des palästinensischen Volkes missachtet. Von denen man aber nichts hört, wenn es um die Missachtung der Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit geht. Die ihre Stimme nicht erheben gegen Aufrufe zur Gewalt. Gewaltaufrufe, die angeblich inspiriert sind von dem Bedürfnis, den Islam zu verteidigen. Wo sind die Stimmen der islamischen Mehrheit? Warum schweigt sie jetzt noch immer?
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Und, nicht zuletzt: Jeder, der diese kriminellen Taten ignoriert oder gar zu entschuldigen versucht, schlägt all jenen Europäern ins Gesicht, die tagtäglich viele Tausende von muslimischen Flüchtlingen tatkräftig unterstützen. Flüchtlinge, die gerade einer Welt entkommen sind, in der sie für ihren Glauben und ihre Hoffnungen an eine freie Gesellschaft bombardiert wurden (tatsächlich und intellektuell). Bombardiert und terrorisiert im Namen Allahs.
Es ist höchste Zeit für ein Zeichen aus der Mitte der islamischen Gemeinschaften, bevor unsere Agenda komplett von der extremen Rechten besetzt wird! Es ist höchste Zeit für Muslime, offen und lautstark für Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen, auch wenn sie sich dadurch persönlich attackiert fühlen.
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Mittwoch, 14. Januar 2015
Ich habe nichts gegen patriotische Europäer die gegen die Islamisierung des Abendlandes sind, aber...
...das Boot ist voll.
Das Boot ist voll! Wir können nicht noch mehr Patrioten aufnehmen! Die wollen sich nicht integrieren... 😂😂😱 pic.twitter.com/vXhuMPdCFy
— Wolfgang Unglaub (@littlewisehen) 13. Januar 2015
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